Magenta TV Stick, Einrichtung und erster Eindruck

Letzte Aktualisierung am 22. Dezember 2019

Heute kam er an, der Magenta TV Stick der Deutschen Telekom, welcher mit der Magenta TV App ausgestattet ist und auf ein natives Android TV 9 aufsetzt. Im Prinzip ist er ein Konkurrent zum Amazon Fire TV Stick und bietet auch die Dienste von Amazon, Netflix und Spotify, die von der Telekom direkt vermarktet werden und ist über den Play Store flexibel erweiterbar. Zum Start verkauft die Deutsche Telekom den Stick für 49 Euro. Enthalten ist ein vierteljährliches Test-Abo für die Magenta TV App. Diese kostet monatlich für Nutzer eines Festnetzanschlusses mit Magenta 4,95 Euro je Monat, ansonsten fallen drei Euro mehr an. Preislich liegt das Angebot auf dem Niveau von Zattoo und bietet Zugriff auf zeitversetztes Fernsehen und die Mediatheken, die App ist auch für Smartphones verfügbar.

Hier lässt sich der Magenta TV Stick direkt bestellen.

Auspacken und Einrichten

Im Karton befindet sich das kleine Kästchen, das mit einem Klettpunkt an den Fernseher geklebt werden kann. Als Weiteres ein schlankes Steckernetzteil und ein pfiffiges USB-Kabel. Dieses verfügt neben dem USB Micro Typ-B-Stecker zur Stromversorgung nämlich auch über eine weitere Typ-A-Buchse und das hat auch seinen Grund, denn hier lässt sich ganz einfach ein Verstärker mit USB-Eingang anschließen. In meinem Fall der Nubert nuConnect ampX, der ohne Probleme den Sound des Sticks angenommen hat. Alleine wegen dem Kabel, das bestimmt auch an gewöhnlichen Smartphones funktioniert, lohnt er sich schon.

Angeschlossen war der Magenta TV Stick schnell und die Einrichtung erfolgt in zwei Teilen. Besitzer eines Android-Smartphones haben es entsprechend einfacher, denn die Daten über die Google-App lassen sich inklusive WLAN-Zugangspunkt innerhalb weniger Sekunden über Bluetooth kopieren. Im nächsten Schritt bucht man Magenta TV über einen Link in der E-Mail, dabei sind die Probemonate bereits hinterlegt. Etwas umständlich ist, dass man das Kennwort für Magenta TV oder Telekom-Login über die Fernbedienung eingeben muss. Hier hat man Groß-, Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen in vier Reihen gruppiert, das geht somit je nach Aufwand des Kennworts recht zügig. Anschließend dauert es einen Moment und die Startseite mit den Diensten erscheint.

Erster Eindruck

Die Inbetriebnahme und erste Einrichtung ist auch für Laien problemlos machbar, dabei erfreut man sich an der zügigen Arbeitsgeschwindigkeit des Geräts. Alles passt und wirkt nicht minder flüssig, als man es von Amazon gewohnt ist. Dabei wirkt die Oberfläche insgesamt etwas frischer und die Schrift ist gut lesbar. Dank Android im Rücken ist auch TalkBack vorinstalliert und erlaubt nach aktuellem Stand zumindest einen mäßigen bis guten Zugriff auf die Apps. Wenn die Telekom wollte, könnte man hier mit wenigen Stellschrauben sehr viel optimieren. Gehofft hätte ich, dass sich der Magenta TV Stick auch mit dem Magenta Smart Speaker versteht, aber hier hatte ich falsch gedacht. Das Anmelden in der zugehörigen App wird verweigert, weil Magenta TV nicht gebucht wurde. Möglicherweise sind das noch Auswirkungen der Betaphase, hier muss ich noch recherchieren, woran das liegt. Dies betrifft auch die Preisgestaltung, denn Magenta TV war für mich persönlich immer recht unattraktiv. Vor Allem auch deshalb, weil die aktuellen Receiver der Telekom noch über kein Wi-Fi-Modul verfügen und eine Kabelverbindung technisch bei uns nicht machbar ist. Hier bleibt zu hoffen, dass da noch was passiert.

Fazit

Wer kein Amazon will oder gerne einen lokalen Dienst bevorzugt, bekommt mit dem Magenta TV Stick eine günstige Alternative. Zumindest dann, wenn der Preis so bleibt, andernfalls wird sich die Telekom mit dem großen Fire TV von Amazon messen lassen müssen. Dieser bietet die potentere Hardware und taugt auch für Spiele. Ob es generell sinnvoll ist, eigene Videoangebote zu unterhalten und zugleich Netflix anzubieten, muss man in Bonn entscheiden, immerhin hat der Tag nur 24 Stunden und Amazon Prime Video wird schließlich auch unterstützt. Abgesehen davon ist das Angebot attraktiv und der Gegenwert passt zum derzeitigen Preis allemal.

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