Über merkst.de

Willkommen auf merkst.de, Version 3.0!
Was als Beratungsseite mit Testberichten und Texten zum Thema Blindenhilfsmittel begann, entwickelte sich zu einer allgemeinen Informationsseite rund um Technik und vieles mehr. Lesen Sie hier, wie alles begann…

Bereits seit früher Kindheit interessiere ich mich für alles, das irgendwie mit Technik zu tun hat. Dabei war es mir stets ein Bedürfnis, trotz meiner hochgradigen Sehbehinderung die Zusammenhänge zu verstehen, um dieses Verständnis auch weitergeben zu können. In früher Schulzeit kam ich auch mit Blindenhilfsmitteln in Berührung, dazu zählen spezielle Blindencomputer und Bildschirmlesegeräte. Bereits 1994 begann ich mit  dem Zusammentragen meiner Erfahrungen und Beobachtungen. Im Rahmen eines Elternsprechtages demonstrierte ich die Funktionsweise eines Blindenvorlesegeräts und stellte zu diesem Zweck eine kleine Informationsbroschüre zusammen, deren Inhalt sich auf dieser Seite in aktualisierter Form wiederfindet. In dieser wird nicht nur die Funktionsweise erläutert, sondern auch die Möglichkeiten der Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen. Aufgrund der überwiegend positiven Resonanz und der aus meiner Sicht unzureichenden Hilfsmittelberatung unserer Schuleinrichtung entstand die Idee, speziell für Angehörige, Betroffene und auch für Kostenträger die gesammelten Informationen zur Verfügung zu stellen. Da ich zu dieser Zeit auch Mitschüler umfassend beraten habe, wuchs mein Erfahrungsschatz stetig an. Besonders die individuellen Arbeitsweisen anderer sehgeschädigter Menschen waren für mich sehr wertvoll, um verschiedene Perspektiven in meine Texte mit einzubauen. Wie arbeiten sehbehinderte und blinde Menschen am Computer,  Wie meistern sie ihren Haushalt und wie bedienen sie das Smartphone? Das sind  Fragen, die mir immer wieder gestellt werden und auf die ich  in meinen Artikeln versuche eine Antwort zu geben. Denn vielen ist auch heute gar nicht klar, dass die Kombination verschiedener  Techniken und Hilfsmittel dafür sorgen kann, dass das fehlende Sehvermögen in den meisten  Bereichen zu einem Großteil kompensiert werden kann. Berücksichtigt man zudem, dass das Gehirn  etwa 80% seiner Leistung für das Sehen aufwendet wird deutlich, warum ein  Sehverlust für viele Menschen mit als das Schlimmste empfunden wird, was ihnen  widerfahren könnte.

Bereits 1997 startete die erste Version dieser Seite, damals jedoch als Unterseite bei einem großen Internet-Anbieter. Die ersten Artikel waren Berichte von der Marburger EDV-Ausstellung 1997 und 1998, die zusätzlich in Mailinglisten verbreitet wurden und bei den Lesern großen Anklang fanden. Seit 1998 besteht meine erste Mailingliste (damals BlindList), die als Schnittstelle zwischen Betroffenen, Ratsuchenden und Kostenträgern dienen sollte. Diese besteht bis heute, hat sich aber inzwischen in eine Technik- und Hobby-Liste gewandelt. Die Seite entwickelte sich kontinuierlich weiter und wurde als merkonline eigenständig. Im Jahre 2003 gab es schon einen Bereich, der dem heutigen Bloggen recht ähnlich gestaltet war. In einem Vortrag an der Heim-Volkshochschule im Niedersächsischen Hustedt anlässlich des Seminars Eltern blinder Kinder wurde im Sommer 2004 der Inhalt erstmals in gedruckter Form ausgegeben. In dieser Zeit ergänzte ich die Ratgeber um Testberichte zu Blindenhilfsmitteln, die teils um Audiobeispiele erweitert wurden. 2006 wurde merkonline.de in merkst.de umbenannt.

Später im Jahre 2007 startete der Podcast “Stephans Welt” ursprünglich als Ergänzung für die monatliche Ekirbuss-CD der evangelischen Blinden- und Sehbehindertenseelsorge im Rheinland. Aufgrund der ausnahmslos positiven Resonanzen erfolgte die zusätzliche Verbreitung über das Internet und den telefonischen Abruf über die Infobox Braunschweig und den Phonecaster. In den über 45 produzierten Episoden wurden nicht nur Hilfsmittelthemen behandelt. Besondere Highlights sind Interviews mit prominenten Personen, wie dem Schauspieler und Sprecher Mark Bremer, sowie dem inzwischen verstorbenen Sänger Wolfgang Sauer. Darüber hinaus wurden auch ungekürzte Vorträge und Veranstaltungen ausgestrahlt. Die Produktion stellte ich jedoch im Sommer 2015 aus Zeit- und Kostengründen ein. Da auch das Design der Webseite inzwischen veraltet war musste zunächst eine Entscheidung getroffen werden, ob diese Webseite weiter bestehen soll. Großer Zuspruch aus der Community machte mir die Entscheidung leicht. Der komplette Umbau der Seite von bislang statischem HTML in ein responsives Format war die konsequente Folge. Auf diese Weise können themenübergreifende Beiträge eingestellt werden, die um Fotos, Videos oder Audiobeiträge situationsabhängig ergänzt werden können. Bereits 2014 hatte ich die Idee, in Videos die Arbeit von Blindenhilfsmitteln zu dokumentieren. Die Abrufzahlen zeigen, dass es hier nach wie vor einen Wissensbedarf gibt und manches ist in Videos einfacher zu vermitteln, als in Text und Bildern. Inzwischen produziere ich auch Videos zu anderen Themen, die alle im Rahmen von merkst.de zusammengefasst wurden.

Der merkst.de-Podcast wurde im Januar 2016 fortgesetzt, nachdem sich einige liebe Menschen dazu entschlossen haben, das Projekt mit einem Jahresbeitrag finanziell zu unterstützen. Diese erhalten als Gegenleistung nicht nur exklusiven Zugang zur Technik-Mailingliste, sondern auch Zugriff auf die Podcast-Episoden direkt nach der Fertigstellung. Desweiteren wird ein umfangreicher und professioneller Support zu allen technischen Themen angeboten, durch gelegentliche Gewinnspiele wird das Angebot abgerundet. Die Kosten decken zu einem Teil den Unterhalt dieser Internet-Seite, sowie die Wartung und Ergänzung des technischen Equipments. Dadurch ist es nun möglich, dass die Podcasts in Studioqualität produziert werden können. Für die Allgemeinheit wird der Podcast in zwei bis drei Episoden monatlich ausgestrahlt.

Da mich auch das Thema Musik fasziniert, schreibe ich seit 2015 Beiträge für das bekannte Musik-Portal amazona.de. Hier bringe ich nicht nur meine Erfahrungen zu speziellen Instrumenten ein, sondern weise auch stets auf die persönlichen Probleme hin, die mir im Alltag widerfahren. Denn auch wenn die Barrierefreiheit für mich kein zentrales Thema ist, berührt sie mich im Alltag immer wieder und es ist wichtig, stets darauf aufmerksam zu machen. Denn auch Hersteller können in ihrer Entwicklung nur das berücksichtigen, was sie wissen.

Stephan Merk