Um den Dachboden sicher erreichen zu können, ist eine Leiter nur ein Kompromiss. Eine solche hatte die Hausbaufirma installiert, als wir es noch im Rohbau kauften. Meine Aussage, man möge bitte auf einen sicheren Bodenaufgang achten wurde gehört, aber nicht wirklich umgesetzt. Dabei war das architektonisch gar nicht mal unklug. Denn der inmitten des Hauses befindliche Treppenaufgang hätte einfach um eine weitere Treppe ergänzt werden können, die auf den potentiell ausgebauten Dachboden führen könnte. Mit einer Kantenlänge von zwei Metern konnte man diesen Bereich später öffnen, der mit Balken und Spanplatten verschlossen wurde. Ich habe das offen noch gesehen und von daher auch eine Vorstellung davon. Allerdings wären die Kosten nicht unerheblich und weil die Bodenleiter schon langsam verschlissen war, musste Ersatz her. Ausbauen ist nicht geplant und so sollte es einfach eine sichere Treppe mit Lukenschutz werden.
Mit der bislang vorhandenen Leiter, die sich direkt über dem Treppenhaus befand, war das ein wahres Erlebnis: Kein Lukenschutz, kein Netz und auch kein doppelter Boden. Wäre man von der Leiter gefallen oder vom Dachboden in das ungesicherte Loch, hätte das auf der gefliesten Treppe böse enden können. Mehr noch war das Öffnen der Bodenluke oberhalb der Treppe alleine schon ein großes Hallo, die Leiter ist mir einst heftig auf die Rübe geknallt und hat zu einer unübersehbaren Platzwunde geführt.
Die Lösungen waren nicht einfach. Unser guter Schreiner aus dem Nachbarort wollte sich da zurecht nicht rantrauen, einfach weil er das nicht so oft gemacht hat und ein Gerüst müsste man schon stellen. Außerdem, was hätte man anstelle einer Leiter wählen können? Bei Dolle wurde ich fündig, die hätten mit der Alu-Top Elektro eine Lösung. Nicht ganz billig und einbauen, das mach man schön selbst. Dann führte mich der Weg zur ELDA Treppen GmbH. Alleine das erste Gespräch war schon vielversprechend, man wusste genau, wovon man redet und wenn das Ganze sogar patentiert ist, sollte man davon ohnehin ausgehen können. Einige Telefonate folgten und am Ende stand die Treppe auf dem Papier, wobei der Mitarbeiter noch zum Aufmessen vor ort vorbei kam. Das war mir lieber und außerdem stand der Auftrag von meiner Seite fest, einzig realisierbar sollte es noch sein.
Nun kam der Einbautag und mit ihm die Treppe. Einen Tag Arbeit mit Vergrößerung der Bodenluke und am Ende weniger Dreck als erwartet, das hat sich absolut gelohnt. Das massive Gebilde aus Buchenleimholz fährt fast wie von selbst nach unten, lässt sich gut begehen und ist auch schnell wieder eingefahren. Will jemand ins Obergeschoss, lässt sich die Treppe von oben ein Stück einfahren. Zugegeben geht das nicht ohne Kompromisse, so gibt es nur einen Handsender und der liegt oben. Ist sie runtergefahren, kommt man nicht nach oben. Ist sie hochgefahren, kann man sie aber mit der Fernbedienung oder vom Dachboden hochfahren. Ist also jemand oben, kann er sie ein- und ausfahren und entsprechend wieder nach Oben gehen. Gleichwohl kann man die Treppe nicht im Untergeschoss öffnen, weil man die Bodentreppe nicht begehen kann. Praktischer wäre da sicher ein Handschalter gewesen, den man noch zusätzlich auf halber Höhe des Treppenhauses montiert, damit man die Treppe im Notfall hochfahren könnte. Das wäre durchaus noch eine Überlegung wert.
In jedem Fall eine Investition, die sich gelohnt hat und eine bessere Lösung mit Ausnahme des Dachbodenausbaus hätten wir womöglich nicht finden können.

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