Korg microKORG S, der erste echte Nachfolger des legendären microKORG

Letzte Aktualisierung am 31. März 2018

Zum 15. Geburtstag des microKORG präsentiert Korg mit dem microKORG S den ersten wirklichen Nachfolger. Dieser ist wie die Ur-Version fast vollständig blind bedienbar und verfügt über dieselbe vierstimmige Klangerzeugung, die heute noch viele Künstler auf der ganzen Welt begeistert. Der Synthesizer arbeitet intern zwar vollständig digital, hat aber einen sehr warmen und analogen Sound. Die Analog Modeling Technologie setzte Korg zuvor im deutlich größeren MS-2000 ein, dennoch klingt sie im microKORG fast noch etwas analoger. Dass Korg aktuell überhaupt virtuell-analoge Synthesizer anbietet, ist insofern interessant, als dass sie mit dem Monotribe und der Folca-Serie den Analog-Trend neu definiert haben und mit Minilogue und Monologue auch analoge Instrumente im Portfolio anbieten. Wie der microKORG klingt, hört Ihr in diesem Podcast.

Der microKORG S ist schneeweiß und hat Ahorn-Seitenteile. Korg hat den Speicher verdoppelt und bietet nun 256 Speicherplätze an, wobei 64 Sounds neu erstellt und 64 Plätze für eigene Kreationen freigehalten wurden. Alle Speicher sind frei belegbar und können auch mit dem SoundEditor am PC oder Mac bearbeitet werden, den Korg entsprechend auch für die älteren Modelle überarbeitet hat. Die Bedienung erfolgt wie üblich über zwei Modus-Wahlräder und fünf Regler mit Anschlag, Die Parameter werden auf der dreistelligen Segmentanzeige abgelesen, ein Menü hat er nach wie vor nicht. Neu ist aber das 2.1-Lautsprechersystem, so dass man mit eingelegten Batterien überall musizieren und experimentieren kann. Doch hat Korg etwas Potential verschenkt, den damals bemängelten Fußschalteranschluss gibt es weiterhin nicht und es fehlen auch analoge CV/Gate-Anschlüsse. So kann man die analogen Kollegen aus gleichem Hause nicht mit ihm kombinieren. Weiterhin ist kein USB-Port an Bord, so dass man ihn nur mit einem MIDI-Interface an den Computer anschließen kann. Im Lieferumfang befindet sich ein Netzteil und ein aufsteckbares und ebenfalls in Weiß gehaltenes Schwanenhalsmikrofon. Als Gigbag passt alles für den originalen microKORG; da die Abmessungen gleich geblieben sind. Durch das Soundsystem hat das Gewicht allerdings etwas zugelegt. Meinen vollständigen Testbericht findet Ihr in meinem Artikel bei amazona.de.

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