Lablue, eine tolle und seriöse Dating-Plattform

Letzte Aktualisierung am 21. Januar 2019

Seit 2002 gibt es die Dating- und Single-Plattform Lablue, die zu den beliebtesten Portalen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zählt. Über 500.000 Mitglieder vertrauen auf die Seriosität des dauerhaft kostenlosen Angebots und das zurecht, wie Umfragen und Berichte bestätigen. Eher zufällig wurde ich erst jetzt auf Lablue aufmerksam und weil man andere Mitglieder nur als registrierter Nutzer sehen kann, habe ich mich unter dem Pseudonym Nautilus-803 kostenlos angemeldet und wollte wissen, wie sich das Angebot schlägt. Lablue ist zwar in den wichtigsten Funktionen kostenfrei, gegen Aufpreis erhält man allerdings mehr Leistung.

Gibt man bei Google die Begriffe Partnersuche oder Seitensprung ein, wird man geradezu erschlagen von Angeboten, eins schöner als das andere und natürlich gespickt mit wunderschönen Bildern von Singles und erfolgreich vermittelten Paaren. Gleiches gilt auch für die vielen, oft mit zweifelhaften Rezensionen und Preismodellen gespickten Apps. Es geht aber auch anders, wie Lablue zeigt. Das Dating-Portal wirbt nicht nur mit „dauerhaft kostenlos“, sondern überzeugt auch in anderen Bereichen und ist für Kontaktsuchende eine gute Alternative. Was Lablue ausmacht und worindie Unterschiede zwischen Dating und Singlebörsen bestehen, lest Ihr in diesem Artikel.

Anfang der 90er Jahre waren Telefon-Chats sehr beliebt, die hohen Kosten haben allerdings auch manch einen wirtschaftlich ruiniert. Seitdem das WWW populär wurde, hat sich das verlagert. Man will chatten, neue Leute kennenlernen und auch Sex steht ganz sicher im Vordergrund. Dafür eignen sich soziale Netzwerke nicht, weil man sich in der Regel mit bekannten Menschen vernetzt und viele von früher wiederfindet. Zwar können Singlegruppen beispielsweise in Facebook auch für neue Kontakte sorgen, viele möchten aber nicht direkt ihr ausgefülltes Profil offenbaren oder auch die Suche im Bekanntenkreis oder vor dem Partner geheim halten. Die App Tinder, die nur in der Basisnutzung kostenlos ist, anonymisiert Facebook-Profile und offenbart diese erst bei einem Match, darunter versteht man die Übereinstimmung von Suchkriterien und persönlichen Angaben. Tückisch ist das System dennoch, weil nicht jedes Facebook-Profil auch echt sein muss, weshalb Tinder von vielen Nutzern recht kritisch eingestuft wird.

Mich hat das Konzept Dating schon immer interessiert. Nicht primär, um neue Leute zu finden, sondern um zu erfahren, ob die sozialen Erwartungen der Suchenden auch erfüllt werden. Ich habe sogar mit dem CMS OsDate ein eigenes Dating-Portal errichtet. Doch leider wurde dieses von Bots missbraucht und ein freundlicher Hinweis meines Providers hat mich dazu bewogen, es ganz schnell aus dem Netz zu nehmen. Es war ohnehin nur ein Versuch und der dabei entstehende Traffic ist auch nicht zu unterschätzen. Daher verursachen Dienste im Internet auch dann Kosten, wenn sie weitgehend kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Die Finanzierung durch Werbung reicht meist nicht aus, weshalb ein fairer Nutzerbeitrag gegenüber dem Verkauf von Daten aus meiner Sicht vorzuziehen ist.

Der Erfolg vom Online-Dating

Spätestens seit dem Durchbruch des Smartphones ist das Netz im Alltag allgegenwärtig. Viele Menschen haben viele Bekannte, doch fehlt es oft an passenden Momenten, sich näher zu kommen. Das gilt nicht nur für Partnerschaften, sondern auch für enge Freundschaften. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass es den Freund aus Kindertagen immer seltener gibt. Geschwisterkinder haben Vorteile, Einzelkinder müssen sich spätestens nach einem Ortswechsel oder dann, wenn viele Freunde den Heimatort verlassen haben, neu orientieren. Im Studium funktioniert das noch gut, ab Anfang 30 wird das jedoch schwieriger und das in Stadt und Land. Wer ohnehin nicht gerne in Clubs, auf Partys und Dorffesten unterwegs ist, hat es tendenziell schwerer. Die Zahl an Single-Haushalten und Alleinerziehenden nimmt ebenfalls stetig zu, regionale Freizeitangebote gibt es allerhöchstens wieder für Senioren.

Wer einen Job hat und mitten im Leben steht, ist nicht unbedingt im Vorteil. Der Arbeitsplatz liegt nicht immer am Wohnort und Homeworker laufen Gefahr, sich zu isolieren. Alternativ könnten Vereine Abhilfe schaffen, hier sinken allerdings die Mitgliederzahlen. Spätestens seit Always-On zum Alltag gehört, haben sich die Menschen verändert. Man besucht den Nachbarn nicht mehr spontan und möchte auch vom Alltag seine Ruhe haben. Weil man so denkt, glaubt man eben auch, dass der Nachbar ähnlich tickt. Sicher gibt es Ausnahmen, vor Allem im ländlichen Bereich, Nachbarschafts-Communities setzen diesem Trend in Städten etwas entgegen. Nebenan.de ist als Beispiel ein an sich tolles Projekt, allerdings in meinem Wohnbereich nicht testbar. Heute ist Facebook noch zu mächtig und macht es Unternehmen mit guten Ideen schwer, die Menschen zum Umdenken zu bewegen.

Die Mentalität in Deutschland ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Wer S-Bahn fährt und sich die Anzahl von auf Viererplätzen alleine sitzenden Personen nebst Rucksäcken vor Augen führt, erkennt eine subtil gewollte Distanz. Wahrscheinlich lernen sich Menschen in Dating-Plattformen kennen, die selbst auf zwei Viererplätzen gesessen haben. Nicht zuletzt haben es auch jene mit einem Handicap schwer, Freundschaften im realen Leben zu knüpfen. Wer zuhause isoliert lebt, kann im Internet sehr einfach Kontakte finden. Blinde Menschen seien als Beispiel genannt, die auf der Straße oder im Café niemanden anlächeln können und auch nicht sehen, wenn ihnen zugezwinkert wird. Im Netz sind zunächst alle gleich und auf die jeweiligen Profildaten beschränkt. Vorteilhaft ist das allerdings auch nicht immer, ein emotionsloses Foto dient in der Regel als Ankerpunkt. Wer sich nur an äußeren Kriterien orientiert, wird garantiert interessante Menschen übersehen.

Partnerbörse oder Dating?

Der Bindungswille, nicht nur nach der klassischen Zweisamkeit, ist jedenfalls flächendeckend vorhanden und so verwundern die riesigen Nutzerzahlen nicht, mit denen die Plattformen werben. Dabei gibt es Unterschiede, Partnervermittler fördern die klassische Beziehung, Dating-Plattformen das schnelle Kennenlernen. Spezielle Erotikseiten erlauben die Verbindung zwischen Menschen mit ähnlichen Vorlieben und so ist es zunächst erforderlich zu überlegen, was man eigentlich sucht und was nicht. Trotzdem fällt jedoch auf, dass viele Menschen dieses Prinzip missachten, was nicht nur Nutzer stört, sondern auch Angebote unattraktiv macht. Anstatt für erotische Angebote Geld zu bezahlen, sind vor Allem für Männer kostenlose Dating-Plattformen ein Anreiz, genervte Frauen werden von ihnen als Kollateralschaden geduldet.

In Partnerbörsen würden diese Nutzer nicht geduldet werden, denn sie sind die elektronische Form der Partnervermittlung. Was man sich sehr gut bezahlen lässt, ist das Matching-Verfahren. Hierbei werden aufgrund getätigter Angaben Menschen vermittelt, deren Interessen und Eigenschaften statistisch zueinander passen sollen. Wer schon mal die Erfahrung gemacht hat, dass ein im Netz bekannter Mensch in der Realität ganz anders wirkt, wird die Erfolgsgarantien zurecht anzweifeln. In den seltensten Fällen erfolgt das Matching händisch und nur auf Basis der vorhandenen Angaben. Die Kosten dafür sind relativ hoch, Parship verlangt in einem mir bekannten Fall rund 250 Euro für 24 Monate Mitgliedschaft, man liest auch von deutlich höheren Beträgen.

Damit nicht genug, denn es passierte, dass sich die Person nach lediglich einem Nutzungstag mit einer einzigen Kontaktanfrage für den Widerruf entschieden hat, daraus wurde ein Wertersatz von etwa 35 Euro verlangt. Das Unternehmen bezog die hypothetischen Kontaktvermittlungen der Gesamtlaufzeit mit ein und begründete dies mit einer zweifelhaften Kostenaufstellung. Juristisch lässt sich dagegen vorgehen, weil der Wertersatz nicht auf Annahmen beruhen darf. Die Verbraucherzentrale Hamburg, siehe hier, hat versucht, dagegen vorzugehen, das LG Hamburg entschied aufgrund formaler Fehler allerdings zu Gunsten von Parship.

Diese Erfahrung zeigt, dass Partnerbörsen gute Geschäfte mit der Einsamkeit der Menschen machen und die soziale Verantwortung eher kaum Berücksichtigung findet. Allerdings heißt das nicht, dass sie bei ernsten Bindungsabsichten nicht trotzdem erfolgreiche Arbeit abliefern können. Entscheidet man sich für einen Dienst, sollte man trotzdem stets auf die Kosten und das Kleingedruckte achten und im Zweifel zum Test die kürzeste Laufzeit wählen. Seriös sind Anbieter nur dann, wenn kein Kostenrisiko während einer Probezeit besteht. Bei meinen Recherchen habe ich keine günstige Partnervermittlung finden können, so dass ich an dieser Stelle zu Dating-Plattformen rate.

Diese kommen ohne Matching aus und richten sich vorwiegend an Menschen, die primär keine festen Bindungsabsichten vorgeben. Viele dieser Dienste gaukeln bei der Anmeldung eine komplett kostenfreie Nutzung vor, hier lohnt sich ein dringender Blick in die AGBs. So tickt oft die Uhr bereits dann schon, wenn man ein Mitglied kontaktieren will. Während manche durch Prämien die Kontoaufladung zumindest eingeschränkt erlauben, wird bei anderen Bargeld per Lastschrift fällig, dass wie im obigen Fall sogar nach einem wirksamen Widerruf noch eingezogen wird.

Apps vereinfachen natürlich die Nutzung, die Standortfreigabe ermöglicht die Anzeige von potentiellen Flirts in der Nähe. Lovoo ist ein bekannter Vorreiter, der angeblich durch Fake-Profile negativ aufgefallen sein soll, die von Agenturen oder IKM-Schreibern bedient wurden. IKM steht dabei für Internet-Kontaktmarkt und bezeichnet das professionelle Erstellen von vorwiegend weiblichen Profilen, die es faktisch nicht gibt. Damit gaukelt man viele aktive Nutzer vor oder akquiriert Kontaktsuchende aus anderen Singlebörsen, dadurch lässt sich die eigene Marktposition und nicht zuletzt auch der Umsatz stärken. Das ist schade, so kann man seine eigene gute Idee auch schnell zerlegen, siehe diesen Artikel bei SPIEGEL ONLINE. In der Tat ist der Markt an Dating-Apps sehr groß und die Erfahrungen sind durchwachsen, denn je anonymer sie sind, müssen Frauen auch mit unliebsamen Anmachen rechnen. Alternativ stehen auch Apps für reines Sex-Dating zur Verfügung, die Anzahl an Frauen dürfte allerdings so gering sein, dass man hier nicht von ernsten Kontakten ausgehen kann.

Der Kontakt ins Blaue mit Lablue

Das Internet nutze ich schon länger, als das WWW der breiten Masse zur Verfügung stand, trotzdem kam mir Lablue bislang noch nie unter. Eine schnelle Befragung in meinem Umfeld zeigte allerdings eine gewisse Bekanntheit. Trotzdem scheint man nicht viel in Werbung zu investieren, stattdessen bittet man darum, Lablue zu empfehlen. Das wirkt auf mich deutlich ehrlicher als die Konkurrenz, die sich stets prominent an die Spitze der Suchergebnisse auf Kosten der Mitglieder platziert. Rund eine halbe Million Nutzer sind aktiv, das klingt im Vergleich auf der einen Seite relativ wenig. Auf der anderen Seite nützen aber Millionen Singles auch nicht viel, wenn diese nicht aktiv sind oder gar nicht mehr existieren. Trotzdem scheint das Angebot an Frauen in meiner Region sehr übersichtlich zu sein, in mittelgroßen Städten sieht das wiederum anders aus. Trotzdem tauchen ständig neue Mitglieder auf, sicher werden auch manche Lablue zugleich auch verlassen. In einem Artikel verweist der Anbieter auf Stiftung Warentest, die in einem Test von Partnerbörsen Lablue das beste Prädikat ausgestellt haben wollte, wenn es sich um eine solche gehandelt hätte. Nachgeprüft habe ich das allerdings nicht, jedoch war mein erster Eindruck auf Anhieb positiv. Weil ich mich kürzlich selbst mit der Datenschutzgrundverordnung befasst habe, konnte ich einen Seitenblick auf diesen Aspekt kaum vermeiden. Auch hier macht Lablue alles richtig und hat die juristischen Anforderungen jedenfalls augenscheinlich erfüllt.

Selbst bezeichnet sich der Dienst als Single-Chat und Dating-Plattform zum Finden des Traumpartners. Ganz wörtlich nehmen muss man das sicher nicht, denn hier finden sich ebenso gebundene Menschen, die nicht die große Liebe suchen. Bei Frauen scheint allerdings der feste Beziehungswunsch zu dominieren. Die Gemeinsamkeit aller Mitglieder ist die Suche nach irgendetwas oder der reine Zeitvertreib, auch wenn die Eigenwerbung eher in Richtung Partnerbörse tendiert. Diese universelle Gestaltung finde ich zwar gut, hat jedoch auch den Nachteil, dass durchaus Interessen aneinander vorbei laufen können, dazu später mehr. Auf den Punkt gebracht hat Lablue das Ziel, Menschen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zusammenzubringen und das kostenlos über eine sehr übersichtliche Plattform.

Ausgangspunkt dafür sind sehr reduzierte Profilinformationen, die für eine grobe Orientierung ausreichen. Während andere viel Prosa von den Mitgliedern fordern, beschränkt man sich hier auf das gesuchte Geschlecht oder beide, den Altersbereich und den Zweck, wie Flirt, Abenteuer, Freundschaft oder feste Beziehung. Ein Profilfoto ist nicht obligatorisch, wird Suchende aber sicher mehr ansprechen. Als freiwillige Angaben, neben einem Pseudonym, das auch den echten Namen enthalten kann, Geschlecht, Wohnort und das durch den Geburtstag errechnete Alter, lassen sich Körpergröße, Gewicht, Statur, Haarfarbe, Rauchverhalten und Bildungsgrad angeben. Weiterhin wird der Beziehungsstatus, Anzahl möglicher Kinder und eventuell alleinerziehend abgefragt. Bis zu zwölf Tags können in Stichworten über Interessen, Lieblingskünstler, Beruf, Hobbys und mehr informieren, ein optionaler Freitext mit maximal 2.000 Zeichen lässt Raum für persönliche Beschreibungen. Der Profiltext und das eigene Foto werden erst nach einer Freischaltung sichtbar, ein in der Prüfung befindlicher Text wird anderen als solcher angezeigt. Schön ist, dass man nur dann andere Profiltexte lesen kann, wenn man selbst einen freigeschalteten Text hat – vielleicht sollte man das mit Fotos ähnlich handhaben. Als Clubmitglied wird man bei der Freischaltung zwar bevorzugt, mitunter dauert das aber trotzdem einige Zeit. Eine kleine Änderung am Profiltext reicht aus, so dass man übergangsweise auf das Lesen anderer Texte verzichten muss.

Die Clubmitgliedschaft

An dieser Stelle möchte ich Lablue für die Bereitstellung der Clubmitgliedschaft danken, so konnte ich die Unterschiede in der Praxis testen. Zuvor möchte ich allerdings die sehr fairen Preise und Konditionen lobend erwähnen, die nach meiner Kenntnis beispiellos sind. Alle Beiträge werden im Voraus beglichen und es gibt keine automatische Verlängerung, die Kündigung erfolgt somit nach Ablauf ohne weiteres Zutun. Entscheidet man sich für einen Zeitraum, wird der Betrag per Überweisung oder PayPal im Voraus bezahlt, rechts im Menüband werden die noch verfügbaren Tage angezeigt. Ein Klicken auf Club zeigt weitere Informationen und ermöglicht die Buchung.

Die Preise (Stand August 2018) sind äußerst moderat und es gibt keine versteckten Kosten. Für sieben Tage werden 4,90 Euro fällig, ein Monat kostet 8,90 Euro. Bei drei Monaten für 19,90 Euro sinkt der Monatspreis auf 6,63 Euro, bei sechs Monaten für 29,90 Euro beträgt der Monatspreis 4,98 Euro. Eine Jahresmitgliedschaft kostet vergleichsweise günstige 44,90 Euro, der Monatspreis beträgt dann nur noch 3,74 Euro. Das einzige Risiko besteht in der vorzeitigen Kündigung der Mitgliedschaft, denn eine Rückerstattung erfolgt nämlich nicht. Das Wochenangebot ist interessant für Unentschlossene oder jene, die kurz mal sehen wollen, wer das Profil besucht hat. Den Jahrespreis hätte man dann bei neun Wochen im Jahr erreicht.

Lablue nutzt die Clubmitgliedschaft nicht, um Nutzer voneinander abzugrenzen, wie man das von anderen Portalen her kennt. Daher sieht man auch nicht, wenn man es gerade mit einem Clubmitglied zu tun hat. Dass man selbst keines ist, fällt hauptsächlich an ausgeblendeten Profilen und dem nicht angezeigten Online-Status auf und dem damit verbundenen letzten Login. Das macht die Nutzung schon ein Bisschen unbequem, denn ob ein Profil online ist, sieht man allerhöchstens im aktiven Chatfenster oder auf der Profilseite. Darüber hinaus gibt es von allem etwas mehr, allerdings auch nicht weniger Werbung. Neben der schon erwähnten Bevorzugung bei der Bild- und Textüberprüfung lassen sich bis zu 50 Mitglieder sperren und 30 Kontakte im Chat mit erweiterter Ansicht nutzen. Leider wird nicht ganz ersichtlich, wie viele es ohne Clubmitgliedschaft sind. Weitere Vorteile werden im Verlauf noch erwähnt.

Der Aufbau von Lablue

Unter www.lablue.de registriert man sich oder meldet sich an. Die Basisdaten geben keinen Aufschluss über den echten Namen oder Anschrift, Pseudonym, E-Mail-Adresse und Wohnort reichen aus. Das Geburtsdatum ist wichtig, denn der Dienststeht ab 16 Jahren zur Verfügung. Die Gestaltung der Webseite ist einfach und effizient, allerdings auch mit Werbung durch Google AdWords gespickt. Google darf bei der aktuellen Einstellung Freiflächennutzen, das ist nicht immer übersichtlich und aus verschiedenen Gründen etwas problematisch. So führen die Banner nicht immer auf seriöse Seiten und auch auf andere Dating-Plattformen, angemeldete Google-Nutzer werden zudem getriggert und Google kennt dann auch das Interesse an der Partnersuche. Chrome wird als Browser empfohlen, das macht die Sache nicht einfacher. Wer sich schützen möchte, sollte das automatische Löschen von Browserdaten aktivieren oder im privaten Modus surfen. Lablue lässt sich übrigens genauso gut mit Edge, Firefox und Safari nutzen.

Die Barrierefreiheit ist weitgehend gelungen, manche Elemente könnten aber noch eine Beschriftung vertragen. Symbole werden von Screenreadern zum Teil nicht vorgelesen, blind klappt auch das Durchblättern von Profilen natürlich nicht so schnell. Tastenkombinationen könnten helfen, oder entsprechend etwas Übung. Im Chatfenster werden Mitteilungen nicht automatisch vorgelesen und als Mitteilung übergeben, wie man es von Facebook her kennt. Dafür ist die responsive Darstellung auf Smartphones phänomenal, hier fällt auch die Werbung kaum auf und eine App vermisst man faktisch nicht. Das Menüband wird auf Mobilgeräten unten als Reiter dargestellt, im Chat werden die Benutzer ausgeblendet. Einzig das Eingabefeld ist nicht barrierefrei, weil die Icons zum Absenden und Einfügen von Symbolen und Fotos nicht erreichbar sind. Weiterhin kann man das Senden mit der Eingabetaste nicht aktivieren, möglicherweise kann aber die Desktop-Darstellung im mobilen Browser helfen. Getestet habe ich Lablue auf dem iPhone mit Firefox und Safari.

Bei der Desktop-Version lässt sich im Kopf der Seite nach verschiedenen Kriterien suchen. Neben der freien Suche zeigt mir Online die derzeit angemeldeten Mitglieder an und sortiert diese nach der Entfernung. Neue Mitglieder zeigt alle neu registrierten Nutzer unabhängig von der Entfernung an, ich kann diese allerdings auf bis minimal 30 km beschränken. Letzter Login sortiert die Mitglieder abhängig von der letzten Anmeldung, das überschneidet sich etwas mit Online, hier ist ebenfalls eine Anpassung der Kriterien möglich. Neue Mitglieder erkennt man an einem entsprechenden Fähnchen oben rechts im Profilbild, das für einige Tage auch bei Nutzern ohne Foto eingeblendet wird. Unter Service findet sich die FAQ, hier kann man auch Kontakt mit dem Support aufnehmen und den Servicestatus überprüfen. Auf der Startseite finden sich im oberen Teil einleitende Informationen über die Clubmitgliedschaft, darunter einige Online-Mitglieder mit Profilfoto. Die Hauptnavigation findet im Menüband statt.

Hier befinden sich links die Mitteilungen und Anzahl neuer Nachrichten. Ist man online und eine neue Nachricht trifft ein, ertönt ein gut hörbarer und nicht aufdringlicher Piepton. Offline wird man per E-Mail informiert, dies lässt sich in den Einstellungen auch abschalten. Über das Menüband erreicht man auch die Favoriten, hier kann man Mitglieder bei Bedarf hinzufügen. Nur Clubmitglieder sehen, wenn man zu anderen Favoriten hinzugefügt wurde, wer einen kennenlernen möchte und wer zuletzt das Profil besucht hat. Dies wird auch Standardmitgliedern über ein Popup angezeigt, wenn man zu diesem Zeitpunkt gerade online ist.

In den Einstellungen rechts lässt sich die E-Mail-Adresse und das Kennwort, die Suchkriterien und einiges mehr ändern, das Pseudonym ist nicht änderbar. In diesem Bereich können auch gesperrte Mitglieder entsperrt und das eigene Profil ganz unkompliziert gelöscht werden. Der Benutzername wird nach dem Löschen allerdings blockiert, das ist sinnvoll und beugt Missbrauch vor. Neben dem Profilfoto können hier auch weitere Fotos hinzugefügt werden. Eine öffentliche Galerie mit bis zu fünf Bildern wird ebenfalls geprüft, diese werden direkt im Profil angezeigt. Eine private Galerie kann 20 Fotos enthalten, diese Bilder lassen sich im Chat bei Bedarf verschicken. Der Anbieter weist ausdrücklich darauf hin, dass erotische Fotos tabu sind und bei Zuwiderhandlung das Profil auch gelöscht werden kann.

Finde mich!

Die Suchfunktion ist neben der direkten Anzeige von Mitgliedern ein wichtiges Werkzeug, um passende Profile zu finden. Werkseitig werden einem Online-Profile in der Nähe bis 100 km angezeigt, der Radius kann bis auf 30 km reduziert werden. Weitere Suchfilter, wie neue Mitglieder, gerade online, mit Bild und spezielle Filter für die Profilangaben, lassen sich bei Bedarf aktivieren und entfernen. Der Clubfilter bietet für Clubmitglieder weitere Funktionen an, so lassen sich nur Nutzer anzeigen, die in den letzten 14 Tagen online waren, sowie mit Profiltext und Echtheitsprüfung. Alternativ lässt sich nach einem Profil direkt suchen, damit kann man auch das Geschlecht übergehen und so lassen sich beispielsweise auch Frauen finden, die Frauen suchen.

Nutzt man die Suchfunktion exzessiv, fällt mitunter auch die relativ kleine Anzahl an Mitgliedern auf. Reduziere ich den Radius auf 30 km und beschränke meine Suche auf das Kriterium Abenteuer, finde ich nur eine Frau in meiner Region. Besser wird es dann, wenn ich die Suche um E-Mail-Freundschaft erweitere, denn es können mehrere Kriterien angegeben werden. Immerhin sollte die Nutzerzahl tendenziell steigen, den wir erinnern uns, Lablue einfach weiterempfehlen. Schön ist, dass in der horizontalen Zeile oberhalb der Suchergebnisse die Kriterien auf einen Klick wieder abgewählt werden können. Geschlecht und Altersbereich lassen sich auch hier noch verändern, letzteres ist barrierefrei nicht ganz optimal gelöst und klappt besser in den Profileinstellungen. Kurios ist, dass man sich selbst in den Suchergebnissen findet, wenn man selbst nach dem gleichen Geschlecht sucht.

Mit der Zeit kann ein kleines Übersichtsproblem entstehen, wenn man mit einigen Nutzern in Kontakt getreten ist und diese nicht interessiert sind. Das wird im Chatfenster vermerkt und man würde diese Kontakte ebenfalls löschen. Dass man sich diese mit der Zeit jedoch merkt, ist eher unwahrscheinlich und durch doppeltes Anschreiben könnten sich manche Nutzer belästigt fühlen. Die Kontakte zu favorisieren, ist natürlich sinnvoll, im Gegenzug kann man nicht alle uninteressanten Nutzer blockieren. So fehlt ein Anzeiger, der auf einen bereits bestandenen Kontakt und das mögliche Desinteresse hinweist, das wäre vielleicht auch ein spannendes Feature für Clubmitglieder.

Betrachte mich!

Klickt man ein Profil an, sieht man auf einer Seite alle relevanten und ausgefüllten Informationen. Neben dem Hauptfoto werden die fünf Galeriebilder oberhalb vom Text angezeigt, hier erscheinen auch die Tags. Wer schreibfaul ist, kann bis zu zwölf Tags in den Einstellungen definieren und damit Beruf, Hobbys und Lieblingskünstler ausdrücken. Danach suchen lässt sich offenbar nicht, beim Anklicken landet man in den Einstellungen und kann den Tag eines anderen ergänzen. Zum Auffinden von Tags steht ein Suchfeld zur Verfügung, abgelehnte Begriffe werden als solche gekennzeichnet. Spannend ist auch die Partnertest-Funktion. Klickt man auf diesen Link neben dem Sternzeichen, wird eine kurze Analyse durchgeführt, ob der potentielle Kontakt aus astrologischer Sicht zu einem passt.

Unter dem Profilfoto steht, in welchem Altersbereich und für was gesucht wird, Clubmitglieder erfahren zusätzlich, wann das Mitglied zuletzt online war. Ist der Nutzer gerade online, wird das oben im Profil allen angezeigt. Über anklickbare Pfeiltasten kann man direkt zum nächsten und vorigen Profil der Suche springen, sechs weitere Profile werden übereinander in der rechten Spalte angezeigt. Hier allerdings kann ich keine wirklichen Bezugspunkte ausmachen, einige Nutzer befinden sich nämlich recht weit weg. Trotzdem ist diese Funktion eine spannende Möglichkeit, gerade wenn es nicht um Sport- oder Freizeitpartner in der Nähe geht. Unliebsame Kontakte lassen sich auf einen Klick wahlweise blockieren, dann verliert man auch selbst den Zugriff auf das jeweilige Profil. Dem blockierten Mitglied wird auch angezeigt, dass es blockiert wurde und die Funktionen sind nicht nutzbar. Profile lassen sich auch melden, so dass diese geprüft und gegebenenfalls schnell gesperrt werden können. Das unterstreicht die positiven Absichten von Lablue, denn so hält man das System von zweifelhaften Gästen sauber.

Mit Mitgliedern kann auf unterschiedliche Weise interagiert werden. Ein Klick auf „Kennenlernen“ fügt das Profil in die Liste der entsprechenden Mitglieder hinzu, die allerdings nur Clubmitglieder sehen können. Die letzten Besucher werden ebenfalls nur zahlenden Gästen angezeigt, so dass eine Direktnachricht die sicherste Kontaktmöglichkeit ist. Selbst kann man das Mitglied als Favorit hinzufügen und hat somit stets Zugriff auf interessante Nutzer. Ist das Mitglied online, wird ein Besuch sofort gemeldet und eine direkte Kontaktaufnahme ist möglich. Die Mitglieder, die man selbst besucht hat, werden nicht protokolliert, hier hilft die Zurückfunktion des Browsers.

Schreib mir!

Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten, Mitgliedern zu schreiben. Der Chat ist prominent als Kontaktaufnahme im Profil platziert, die Mailfunktion hingegen der Vorläufer. Sie dient primär noch für Systemnachrichten und wird nur dann im Menüband angezeigt, wenn man sich in den Profileinstellungen befindet. Per Mail muss man händisch den Profilnamen als Adressaten eingeben, Mails im Postfach bleiben 30 Tage gespeichert und können auch archiviert werden. Die Mitteilungsfunktion erinnert vom Stil her an WhatsApp und andere Messenger, ist allerdings im Funktionsumfang gemessen an heutigen Ansprüchen etwas reduziert. Im linken Teil befindet sich die Liste aktiver Chatkontakte, von denen man Nachrichten erhalten oder die man angeschrieben hat. Die Nutzer werden nach der Reihenfolge der aktuellsten Nachricht sortiert, Clubmitglieder sehen auf einen Blick, welche der Kontakte online sind. Standardnutzer sehen dies nur für den aktuellen Chatpartner, dafür sehen alle, ob Nachrichten gelesen oder man vom Kontakt entfernt wurde. Die Nachrichten selbst befinden sich im rechten Teil, hier wird mitunter auch Werbung eingeblendet. Darüber befindet sich das Profilbild, von hieraus kann man direkt zum aktuellen Kontakt springen.

Das Chatfenster enthält alle Nachrichten in einem Textfeld, rechts daneben werden Datum und Uhrzeit eingeblendet. Wurde eine Nachricht gelesen, erscheint ein Häkchen unterhalb mit dem entsprechenden Hinweis. Schreibt man weiter, verschiebt sich dieser nach oben und man weiß, bis wohin der Chatpartner gelesen hat. Dass gerade geschrieben wird, sieht man übrigens nicht. Emojes lassen sich aus einer einblendbaren Liste auswählen und private Fotos können wie erwähnt eingefügt werden. Gesendete Nachrichten lassen sich nicht löschen, lediglich lässt sich der Chatpartner entfernen. Der Chatverlauf ist vom Anbieter nicht einsehbar und wird nur dann komplett gelöscht, wenn beide den Kontakt entfernt haben, andernfalls taucht der Chatverlauf bei der nächsten Sitzung wieder auf. Ältere Nachrichten werden allerdings irgendwann nach einer bestimmten Zeilenanzahl abgeschnitten. Das Entfernen wird dem Chatpartner übrigens mitgeteilt und es erfolgt beim initialen Löschen eine kurze Abfrage, warum man den Kontakt entfernt hat. Laut Lablue dient das ebenfalls dazu, unliebsame Nutzer aufzuspüren. Sinnvoll ist die aktivierbare Funktion, die geschriebene Nachricht direkt mit der Entertaste abzuschicken. Diese muss man jedoch stets neu aktivieren, ein globales Einschalten fände ich persönlich praktischer.

Echt oder Ente?

Die kostenlose Echtheitsprüfung kann nur dann durchgeführt werden, wenn ein Profilbild vorhanden und freigeschaltet ist. Dafür notiert man den Profilnamen auf einem Zettel und macht mit diesem ein Foto von sich, das Bild wird ausschließlich für diesen Zweck genutzt und anschließend gelöscht. Erstaunlich ist, dass offenbar wenig Nutzer diese überaus wichtige und kostenfreie Funktion in Anspruch nehmen, in meiner Region ist kein einziges geprüftes Mitglied außer mir vorhanden.

Ich fände es an dieser Stelle auch sinnvoll, die Mitglieder etwas in diese Richtung zu drängen. Beispielsweise durch eine Begrenzung kontaktierbarer Nutzer pro Stunde oder Reduktion der Anzahl auf einen Chatkontakt. Diese Prüfung würde nämlich für alle Nutzer Sicherheit bedeuten, weil zumindest die Echtheit als durchaus realistisch gelten kann. Verstehen kann ich zwar, dass viele kein Bild hochladen wollen, immerhin kann man im heimischen Umfeld auch erkannt werden. Das ist selbst in einem Dorf wie Fronhausen möglich und so ist mir zufällig die einzig angezeigte Dame auch bekannt. Vielleicht liegt es auch an einer gewissen Scheu, weil Dating zwar gefragt ist, viele aber nicht unbedingt zugeben, dort aktiv zu sein. Dass Lablue nur aktiven Mitgliedern zeigt, wer dort registriert ist, sollte diese Ansicht jedoch entkräften, weil wer mich dort sieht, sucht schließlich auch selbst.

Frauen und Männer und der Unterschied

Nutzt man Dating-Plattformen, gewinnt man entsprechende Erfahrungen und man wird sich dessen gewahr, dass es doch gewisse Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt, die sich zumindest in diesem Bereich kaum wegdiskutieren lassen. So ist die Libido bei Männern durchschnittlich bis ins hohe Alter größer, man macht daraus auch kein Geheimnis und gerade in der Anonymität fällt es leichter, seine sexuellen Wünsche zu äußern. Im Gegensatz zu den „Jägern“ sind Frauen eher „Sammler“, die nach Harmonie streben und vor Allem auch erobert werden möchten. Es geht ihnen selten nur um das Körperliche, zumal Frauen draußen wohl einfacher Männer finden, die so denken. Von daher hätten Frauen sicherlich nur selten Gründe, ein erotisches Chatsystem nutzen zu müssen. Weiterhin sinkt im Rahmen der Anonymität auch die Hemmschwelle und man ist mutiger, als in der Realität. Viele vergessen zuweilen, dass es sich trotzdem am anderen Ende um Menschen handelt, denen man gegenüber trotzdem respektvoll begegnen sollte. Dass bei Lablue sehr viele Frauen nach der festen Beziehung streben, unterstreicht diese Annahme ebenfalls. Daraus folgt, dass der Anteil an männlichen Nutzern prinzipiell höher sein muss und es ist kein Geheimnis, dass Anbieter dem entsprechend tricksen. Salopp formuliert: Schaltet das Gehirn eines Mannes ab, zahlt er mitunter auch unüberlegt für eine fiktive Leistung. In Hannover führte das sogar zu einem spektakulären Prozess, so wurde eine Prostituierte des Beischlafdiebstahls bezichtigt, weil sie mit der Kreditkarte ihrer Freier unter Zuhilfenahme der ihr freiwillig ausgehändigten PIN mehr Geld abgehoben hat, als für die tatsächliche Dienstleistung nötig gewesen wäre.

Hinzu kommt auch die gegenseitige Voreingenommenheit. Für Frauen wirken suchende, verheiratete Männer grundsätzlich als Fremdgeher, im Gegenzug wirkt ein weniger ausgefülltes Profil einer Frau wie eine Einladung zur Anmache. Im Umkehrschluss könnte man als männlicher Besucher auch Mitleid bekommen, wenn man Sätze, wie „verheiratet, aber trotzdem einsam“ liest. Offenbar ist die Akzeptanz bei unglücklich verheirateten Frauen bei Männern größer, als umgekehrt, was sich auch durch obige Schlussfolgerungen erklären lässt. Leider sind mir keine realistischen Zahlen über Erfolgsaussichten beim Dating bekannt, allerdings deuten abweisende Profiltexte von Frauen auf entsprechend negative Erfahrungen hin. Im Umkehrschluss sind Frauen auch die Träumer, welche ihre Suche oft präzisieren und die glückliche Partnerschaft als Endstufe ihrer Suche anstreben und zumeist dadurch viele Zwischenschritte kategorisch ausschließen.

Fazit

Lablue ist eine einfach zu bedienende Dating-Plattform mit einer sehr fairen Preispolitik. Mitglieder werden nicht in Klassen unterteilt, sogar eine Echtheitsprüfung steht jedem Mitglied offen. Es gibt keine versteckten Kosten oder Abos, die Vorteile der Clubmitgliedschaft werden transparent erläutert. Die Anzahl von über 500.000 Mitgliedern wäre noch steigerungsfähig, das merkt man im ländlichen Raum. Eine App könnte das Angebot an die Spitze katapultieren und eigentlich fehlt nur noch die spontane Suche von Kontakten in der Nähe. Für mich, der in den letzten Jahrzehnten vieles dergleichen gesehen hat, konnte mich noch kein Angebot in dieser Richtung so überzeugen.

Trotzdem gibt es Verbesserungsbedarf, die Barrierefreiheit könnte etwas Optimierung vertragen und man sollte die Nutzer mehr zur Echtheitsprüfung animieren. Vielleicht irritiert die breite Aufstellung von Lablue, die sich irgendwo zwischen Spaßportal und Partnerbörse befindet, darüber hinaus könnten respektlose Nutzer Frauen schnell vergraulen. Ich empfehle daher das Drehen an kleinen Stellschrauben, um mit dem Marketinginstrument der Seriosität beispielhaft voranzugehen.

3 Comments

  1. Sigrid said:

    Ich betrachte solche Partnerbörsen mittlerweile mit sehr viel mißtrauen. Was ich da schon alles erlebt habe geht auf keine Kuhaut. Beinahe wäre ich sogar auf einen Betrüger mal reingefallen, der mir die große Liebe vorgegaukelt hat und nur mein Geld wollte. Hätte mich damals meine Freundin nicht überredet einen Detektiv zu engagieren, um die Neuen zu überprüfen, wäre es wohl schief gegangen. Der Herr von der Dedektei hat damals eine Personenrecherche durchgeführt und konnte aufdecken, das er bereits zwei Frauen finanziell erleichtert hatte, ich wäre dann wohl die Dritte geworden. Ich glaube, im echten Leben ist es viel einfacher einen Mann zu finden, als eine Fake im Internet zu verfallen.

    18. August 2018
    Reply
    • Stephan said:

      Daran sind aber nicht die Partnerbörsen schuld, sondern die Menschen, welche diese missbrauchen. Ganz ehrlich, Heiratsschwindler und Betrüger gab es schon vor dem Internet und ich wundere mich auch, wenn Frauen, zum Teil sogar vermehrt, auf so etwas reinfallen. Es gibt so etwas wie den gesunden Menschenverstand und allgemeine Urinstinkte, die der Euphorie niemals nachgeschaltet sein sollten. Im Umkehrschluss hat es auch Gründe, warum die Scheidungsraten so hoch sind und es muss ja nicht immer gleich ein knallharter Betrug sein, warum ein Mensch vielleicht auch nicht zu einem passt.

      18. August 2018
      Reply
  2. Anja said:

    Da kann ich Stephan nur zustimmen, man muss eben auch online wie im echten Leben immer mit ein bisschen gesundem Misstrauen durchs Leben gehen.

    27. August 2019
    Reply

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