Roland MC-707, die neue Groovebox

Letzte Aktualisierung am 8. September 2020

Das war eine Überraschung, als Roland Ende August neben vielen spannenden Produkten auch zwei neue Grooveboxen vorstellte. Dabei handelt es sich um All-in-One-Geräte, die Drumcomputer, Sampler, Sequenzer und Synthesizer miteinander kombinieren. Allerdings ohne Synthesizer-Tastatur, dafür aber mit 16 anschlagsdynamischen Trigger-Pads. Im Prinzip ist der Roland JD-Xi zwar auch eine Groovebox, doch vergleichsweise beschränkt in den Fähigkeiten. Die neuen Instrumente Roland MC-101 und MC-707 sind bis auf das Sampling und die Anzahl der Spuren technisch gleich und verfügen über rund 3.600 interne Sounds. Wem das nicht reicht, der lädt entweder eigene nach oder nimmt selbst welche auf. Ob Grooveboxen in Zeiten von Computern und digitalen Workstations überhaupt noch sinnvoll sind, führt immer wieder zu polarisierenden Diskussionen. Ich bin der Ansicht, dass die Reduktion auf die Hardware in Verbindung mit limitierenden Faktoren die Kreativität fördert, als wenn man alle erdenklichen Funktionen stets und ständig zur Verfügung hat. Gleichwohl werden jüngere Musiker, die ihren Computer gewohnt sind, genau diese Beschränkungen als Nachteil empfinden, denn man kann ja schließlich heute für jeden Sound eine App laden. Die Kernfrage ist viel mehr, was soll am Ende rauskommen. Will ich so klingen wie alle in den Charts, ist eine DAW sicherlich der richtige Weg. Für intuitives Arbeiten und Realisieren von Ideen, die eigentlich beim Rumspielen an der Hardware entstehen, ist ein Gerät wie die MC-707 sogar im Vorteil. Dabei sollte man nicht glauben, dass man im Ergebnis zwingend einen Unterschied hört, denn schlussendlich kommt es auf die Fähigkeiten des Künstlers an. Ich habe das Gerät aktiv im Einsatz und einen ausführlichen Test für AMAZONA.de geschrieben. Zeitgleich wurde von Roland ein System-Update auf Version 1.20 veröffentlicht, dessen Neuerungen in diesem Artikel zusammengefasst sind. Die Roland MC-101 ist übrigens nicht nur deutlich günstiger, sondern auch wesentlich kompakter und batteriebetrieben. Dafür hat sie nur vier statt acht Spuren, keine Audio-Inputs, weniger Bedienelemente und weichere Trigger-Pads. Immerhin lassen sich Samples von der SD-Karte laden. Das Video unten dient übrigens nicht primär dazu, die MC-707 vorzustellen, sondern ich wollte einfach mal was ausprobieren.

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