Barrieren beim Musizieren mit elektronischen Musikinstrumenten

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Touchscreens, Endlosdrehregler und Menüs zählen heutzutage bei vielen Geräten zum Alltag und ermöglichen intuitive Bedienkonzepte. Nicht fest definierte Tasten, verschachtelte Menüs und eine unübersichtliche Anordnung können aber auch die Bedienung erschweren. Produktionskosten sinken allerdings, weil nicht mehr für jedes Instrument eigene Oberflächen und Tasten erstellt werden müssen, da sich vieles virtuell in der Software abspielt. Die Vereinfachung der Bedienung sorgt allerdings fast immer  für Barrieren bei blinden und sehbehinderten Anwendern, verderben zudem auch häufig den Spaß am Musizieren. Nicht jeder arbeitet in einem professionellen Studio oder hat die Möglichkeit, mehrere tausend Euro testhalber in Instrumente zu stecken, die sich schlussendlich nicht komplett bedienen lassen. Daher habe ich auf amazona.de einen Artikel zu diesem Thema geschrieben, um vor Allem auch Hersteller ein Bisschen zu sensibilisieren. Als wir die Superbooth in Berlin besuchten, stieß ich nicht nur bei Yamaha und Roland auf Verständnis, wobei sich hier in naher Zukunft sicher nicht viel ändern wird. Denn schlussendlich geht es um Absatzzahlen, auch wenn die Barrierefreiheit eine gute Marketingstrategie sein könnte. Betrachtet man die Zahl blinder Musiker, ist diese im Vergleich zum Weltmarkt verschwindend gering. Und dass sich ein barrierefrei konstruiertes Instrument besser verkauft, dürfte ebenso unwahrscheinlich sein. Das gilt entsprechend auch für Musik-Software und Controller.

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