Teufel Ultima 40 Aktiv, Standlautsprecher

Als Vorgeschmack auf den Podcast über Lautsprecher stelle ich in diesem Video die Standlautsprecher Teufel Ultima 40 Aktiv vor. Für relativ günstige 799 Euro bekommt man gut klingende Aktivlautsprecher, die sich faktisch mit allen aktuellen Geräten verbinden lassen. Als Eingänge stehen Bluetooth 4.0 mit aptX, HDMI, ein unsymmetrischer Cinch-Eingang und ein optischer TOSLINK-Anschluss für Digitalgeräte zur Verfügung. Der integrierte Wandler löst maximal mit 24 Bit bei 96 KHz auf und ist daher sogar tauglich für High Res Musik. Leider haben Nutzer von iPhone und iPad klanglich das Nachsehen, weil Apple seinen iOS-Geräten kein aptX spendiert. Dafür sind aber viele besseren Android-Geräte der letzten Jahre üblicherweise mit aptX (Ausnahme Nexus-Reihe) ausgestattet. Bei Geräten ohne aptX wird der schlechtere SBC-Codec verwendet, das kann man bei solch guten Lautsprechern auch hören. Im Lieferumfang befindet sich die drahtlose Puck Control, mit dieser runden Fernbedienung kann man die wesentlichen Funktionen ergänzend zu den rückseitigen Bedienelementen steuern. Die Bedienung ist sehr eindeutig, weshalb sie auch für blinde und sehbehinderte Anwender gut bedient werden können. Abgerundet wird das Paket durch einen Subwoofer-Ausgang, der aufgrund des tiefen Bassfundaments nicht einmal nötig ist. Teufel gibt einen Frequenzbereich von 45 bis 20.000 Hz an, gefühlt gehen die Boxen aber deutlich tiefer.

Das matt folierte Gehäuse sieht in weiß meines Erachtens besser aus, ist über 106cm hoch und wirkt mit einer Breite von 215mm zwar recht schlank, dafür aber mit 327mm vergleichsweise tief. Entkoppelt wird die Box durch einen dezenten Standsockel in Optik der schwarz glänzenden Front. Gummifüße zur Entkopplung liegen bei, es können optional auch Spikes verwendet werden. Die schwarze Frontabdeckung ist abnehmbar und verbirgt die sehr sauber eingelassenen Treiber in der Schallwand. Das dreieinhalb-Wege-System nutzt an zweiter Stelle von oben einen 25mm Gewebehochtöner, die anderen drei Treiber sind 165mm groß. Der Mitteltöner mit einem chromfarbenen Phase-Plug besteht aus einem Materialmix aus Kevlar und Fiberglas, Die beiden parallel geschalteten Tieftöner bestehen ebenfalls aus mit Zellulose beschichtetem Fiberglas. Die Frequenzweiche trennt bei 650 und 2600Hz, das sind durchaus praxisnahe Werte, die Endstufe liefert eine Nennleistung von 100 Watt pro Kanal. Der Druckausgleich erfolgt über je zwei rückseitige, recht groß dimensionierte Reflexöffnungen, so dass auch eine Aufstellung mit relativer Nähe zur Wand möglich ist.

Technischer Überblick

Die Ultima 40 Aktiv besteht aus einem aktiven und einem passiven Standlautsprecher, als passiver Lautsprecher kommt der Ultima 40 MK-2 zum Einsatz, der über ein 5m langes Lautsprecherkabel mit dem aktiven verbunden wird. Das ist sehr ergonomisch, weil auf diese Weise nur ein Lautsprecher verkabelt werden muss. Zudem lässt sich rückseitig wählen, ob sich die aktive Box links oder rechts befindet. Überhaupt gestaltet sich die Handhabung einfach, die gummierte Klangwaage erlaubt das Anheben von Tiefen und Höhen, die Trennfrequenz eines optional angeschlossenen Subwoofers lässt sich ebenfalls stufenlos regeln. Der Betriebsmodus wird über eine frontseitige und mehrfarbige LED signalisiert, auf Wunsch schaltet sich die Box auch bei einem anliegenden Signal ein. Schön ist die automatische Abschaltung, die nach 15 Minuten greift und auslöst, wenn kein Pegel anliegt. Bei der Automatik lässt sich wählen, ob die Box nur auf HDMI oder auf alle Tonquellen reagiert. Sobald ein Signal anliegt, schaltet sie um. Praktisch ist, dass sich die Ultima 40 Aktiv je Eingang die eingestellte Lautstärke merkt. Dadurch lassen sich Pegelunterschiede zwischen den Tonquellen ausgleichen.

Die Fernbedienung Puck Control ist optisch nett, birgt zwei rote LEDs zur Statusanzeige, die durch den Spalt zwischen Gehäuse und Deckel durchscheinen. Unter dem Deckel verbirgt sich das Batteriefach, zwei AAA-Zellen werden benötigt und gehören zum Lieferumfang. Die seitliche Taste zum Wechseln der Eingänge schließt mit dem Gehäuse bündig ab, daher muss man gelegentlich etwas suchen. Der Deckel dient als Drehregler für die Lautstärke und durch Drücken wird der Lautsprecher aktiviert. Kurzes Drücken aktiviert im Bluetooth-Modus Pause, in den anderen die Stummschaltung, ein langer Druck schaltet den Verstärker aus. Mir gefällt das Konzept, auch wenn eine Transportsteuerung an der Fernbedienung im Bluetooth-Modus noch Vorteile hätte.

Klanglich hat mich der Lautsprecher nicht nur überzeugt, sondern sogar beeindruckt. Er spielt auf einem hohen Level und das hätte ich ihm so nicht zugetraut. Vermutlich liegt dies auch an der guten Abstimmung der Komponenten, bei neutraler Einstellung klingt das System ziemlich ausgewogen. Dennoch hat man das Produkt auf typische Anwender ausgerichtet, die Anhebung von Bässen und Höhen vermag dem Liebhaber klassischer HiFi-Anlagen mehr zusagen. Neutral und mit audiophiler Musik umschmeichelt er mit den Schallwellen die Ohren, so dass ich mich dabei ertappe, die Ultima 40 Aktiv in manchen Bereichen meiner B&W Nautilus 803 vorzuziehen. Dreht man Bässe und Höhen rein, kann die Party beginnen. Und das auch ziemlich laut, bei meinen Tests verzerrte sie nicht einmal bei maximaler Lautstärke.

Ein Kommentar bisher - Was sagst du?

  1. Tobi said:

    Hallo ich finde deinen Ratgeber mehr als gelungen und sehr empfehlenswert.
    Ich finde die Teufel Ultima 40 ebenfalls große Klasse. Meiner Meinung nach kann man bei den Standlautsprecher garnicht falsch machen. Ich bin mir sicher jeder kommt da auf seine kosten.

    Lieber Grüße
    Tobi

    27. April 2018
    Reply

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