LG G4 hat Android 6.0 Marshmallow erhalten

Letzte Aktualisierung am 16. Januar 2018

Nachdem LG beim G4 ganz früh mit Updates auf Android 6.0 dabei sein wollte, gab es Ende Oktober eine Verzögerung und erst jetzt steht das Update zur Verfügung. Wer das Update installieren möchte, muss dies aktuell über die LG Bridge tun, via OTA wird es offenbar noch nicht verteilt. Das ist die PC-Software zum Datenaustausch und erlaubt auch den direkten Zugriff über den Arbeitsplatz Mittels Wi-Fi und optional auch dann, wenn sich das Smartphone außer Haus befindet. Über die Update-Funktion wird das über 1 GB große Update geladen und automatisch auf das G4 installiert, dabei muss der Nutzer nichts beachten. Ein Backup vor dem Upgrade kann ebenfalls mit der LG Bridge erfolgen. Nach der Installation startet das LG G4 neu und einige anfänglichen Einstellungen von Android werden abgefragt, offenbar muss der Knock-Code nun sechsstellig sein. Danach kann man in den Akkusparfunktionen noch aktivieren, dass Apps im Ruhezustand schlafen geschickt werden, mehr ist nicht zu tun.

Auf den ersten Blick bietet das Update nicht viel neues. Unter der Haube natürlich schon, so werden die neuen Prozessortypen besser unterstützt, auch sind die Berechtigungen einzelner Apps nun möglich. Will eine App beispielsweise auf die Kamera zugreifen, erscheint ein entsprechendes Abfragefenster. Zugriffe auf Gerätefunktionen lassen sich nun auch nachträglich erteilen und entfernen. Eine für mich wesentliche Neuerung ist, dass LG nun endlich die Auswahl verschiedener Layouts für externe Tastaturen eingebaut hat. Trotz dass dieses Feature seit Android 4.1 nativ verfügbar ist, fehlte es bei den letzten LG-Modellen. Das hatte zur Folge, dass angeschlossene externe Tastaturen via USB oder Bluetooth werkseitig nur mit U.S. Layout genutzt werden konnten, Drittanbieter-Software konnten dies allerdings umgehen. Das ist nun nicht mehr nötig, nach Verbinden einer Tastatur ist wie gewohnt unter den Tastatureinstellungen das Layout von Standard (englisch) auf Deutsch änderbar. Was nicht aktualisiert wurde, scheint die Fernbedienungs-App zu sein, denn MagicRemote unterstützt weiterhin nur ältere Fernsehgeräte und keine WebOS TV’s – das ist schon seltsam. Auch wäre eine Erweiterung der SmartSettings sinnvoll gewesen, welche standortabhängig Funktionen umschalten können. Hier lässt sich nach wie vor nur eine Heimatadresse festlegen, so dass das G4 nur zwischen Zuhause und Unterwegs differenzieren kann. Wer beispielsweise einstellen möchte, dass das Smartphone zuhause und am Arbeitsplatz klingelt und unterwegs nur vibriert, kann dies damit nicht realisieren. Auch muss bei einem Kurztrip am Wochenende stets händisch die Heimatadresse umgeschaltet werden. Das irritiert das G4, so dass häufiger eine SmartSetting-Karte erscheint und es fragt, ob man umgezogen sei. Warum man hier nicht alternativ auf die hinterlegten Adressen der Google-Einstellungen zurückgreift, ist mir unverständlich.

Die längere Akkulaufzeit und die native Unterstützung von Tastatur-Layouts ist ein absoluter Zugewinn und macht das G4 für mich besser nutzbar. Immerhin hatte ich schon öfters darüber nachgedacht, das Gerät aufgrund dieser fehlenden Funktionen gegen ein Smartphone mit Stock Android auszutauschen, das ist aber nun nicht mehr notwendig.

5 Comments

  1. Stephan said:

    Hi,
    super Beitrag.
    Die Vor und Nachteile dieses Updates werden schnell klar.
    Ich frage mich jedoch wie die SmartSettings realisiert werden, also wird hierfür das GPS-Signal verwendet oder das deutlich energiesparsamere Mobilfunknetz?

    28. Januar 2016
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    • Stephan said:

      das geht über die ortsbestimmung, die allerdings nicht nur auf den GPS-Empfang beruht, dazu kommen auch die Wi-Fi-Netze. Energiereicher als das Mobilfunknetz ist das auch nicht, da die Sensoren heute sehr sparsam sind und die ja auch nur periodisch abgefragt werden. Das wird auch das Problem sein, dass Android 6.0 im Speziellen die Deep Sleep-Technik hier ein Problem darstellt. Ich habe aber inzwischen mal gewartet, bis die Smart Settings umschalten, das geht fix, wenn ich außer Haus bin, zuhause allerdings kann das einen halben Tag dauern. Ich habe mir daher angewöhnt, kurz mal GPS aus- und einzuschalten, dann ist der Standort gefunden. Das Ganze hat auch eine Tücke, weil wenn ich das vergesse, hat er auch kein Wi-Fi, weil ich in den Smart Settings Wi-Fi unterwegs ausgeschaltet habe. Vielleicht wäre eine Lösung, Wi-Fi auch außer Haus aktiv zu lassen, immerhin lässt sich dies auch so einstellen, dass es im gesperrten Zustand keine Abfragen an die Außenwelt schickt. Muss ich aber mal probieren. Gut ist, dass man die Smart Settings auch ganz abschalten kann, hier wäre auch der Einsatz einer alternativen Anwendung möglich.

      28. Januar 2016
      Reply
      • Stephan said:

        Hi Stephan,
        mhhh also wenn ich dich gerade richtig verstehe dann funktionnieren die Smart Settings nicht richtig.
        Denn wenn ich diese tollle Funktion nutzen wollen würde dann sollte sie auch erkennnen sobald ich wieder zuhause ankomme. Kannst Du bitte noch einmal testen ob die Funktion schneller reagiert wenn Du das WLAN eingeschalten läßt?

        29. Januar 2016
        Reply
        • Stephan said:

          Ja, das war ein guter Tipp. Wenn Wi-Fi aktiviert bleibt, erkennt das G4 den Ortswechsel auch direkt durch das eingebuchte Wi-Fi-Netz. Ob dies jetzt allerdings durch das Netz selbst oder die erkannte Örtlichkeit passiert, kann ich nicht prüfen. Übrigens lädt mein G4 in diesem Moment ein Update runter, also ein weiteres. Das Sicherheits-Level ist nun Stand 01.01.2016 – also auch nicht ganz aktuell, als Version steht weiterhin Android 6.0. Die Build-Nummer ist MRA58K.

          30. Januar 2016
          Reply
          • Stephan said:

            Hi Stephan,
            es freut mich dass die Ortserkennung nun schneller reagiert!
            Das Du unterwegs jedoch das WLAN deaktiviert haben möchtest, kann ich gut nachvollziehen.
            Um möglichst Energiesparsam die Ortserkennung vorzunehmen hätte ich eine Kombination aus WLAN und Mobilfunknetz als optimal empfunden. Mit etwas Glück erkennt dies LG auch bbald und stellt die Erkennung dahingehend um.
            Gruß
            Stephan

            1. Februar 2016

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