Roland JD-Xi, ein Synthesizer mit vielen Zusatzfunktionen

Letzte Aktualisierung am 16. Januar 2018

Schon länger hatte ich mir überlegt, ob dieser Synthesizer nicht meine Probleme lösen könnte und nun ist er hier. Ein Instrument mit Funktionen einer Groovebox, das Drumcomputer und Sequenzer miteinander verbindet, hätte ich mir vor Jahren gewünscht. Damals aber war der Markt bezahlbarer Synthesizer, die mehr können, als sich auf die Klangerzeugung zu beschränken, quasi nicht vorhanden. Mein Yamaha QY-70 war ein All-in-One-Gerät für die Jackentasche, hatte Begleitautomatik und konnte Pattern und Songs speichern. Das Nachfolgemodell QY-100 hatte sogar einen HiZ-Eingang für Gitarren, beide hatten aber ein großes und aus heutiger Sicht schlecht lesbares Display. Daher waren diese Instrumente von mir nicht nutzbar und ich versuchte mich weiter am Computer, zumal es heute diese Instrumentengattungen fast nicht mehr gibt. Auch die Electribe ESX-1 und EMX-1 von Korg sind zu displayorientiert, auch wenn das beleuchtete LC-Display relativ gut abzulesen ist. Mit der Akai MPC Renaissance fand ich dann ein System, das für mich wie geschaffen schien, aber die Software war mit Screenreadern nicht zugänglich und Akai hat im Laufe der Zeit viele Funktionen rein gepackt, das erschwerte die Übersicht. Der JD-Xi soll mich nicht weg vom Computer bringen, denn einige Lösungen warten noch auf Zeit für eine intensive Betrachtung. Er kann aber als eigenständiges Instrument mit einer mir vertrauten Bedienung eines 80er Jahre Drumcomputers Ideen schnell festhalten und speichern. Durch den USB-Anschluss stünde es auch frei, diese am Computer weiter zu bearbeiten und als Loops zu verwenden. Und dann ist da noch die mächtige Klangerzeugung des Jupiter-80, die den Fundus an synthetischen Klängen reichhaltig ergänzt.

Perfekt ist er allerdings nicht ganz, so gibt es keinen Songspeicher. Auch wenn Roland in Firmware V1.50 nun die Akkordfolge per Tastatur eingeführt hat, fände ich auch die Möglichkeit von Variationen und Breaks pro Pattern für die Songerstellung sinnvoll. Dafür hat sich Roland nicht entschieden, was mich doch aufgrund der sehr guten Entertainer-Keyboards wundert. Denn ein acht Takte langer Groove kann mit den vergleichsweise wenig Eingriffsmöglichkeiten in Echtzeit nicht lange erfreuen, zumal man auch nur je einen Part bearbeiten kann. Hier sind die Electribes von Korg überlegen und dürften für den professionellen Live-Einsatz besser geeignet sein. Allerdings zeigt Roland, dass man an der Firmware arbeitet, so darf man auf künftige Änderungen gespannt hoffen. IM Video erläutere ich vor Allem für Einsteiger, warum sich der JD-Xi von anderen Synthesizern in der Preisklasse hervor hebt. Ganz neu ist das Konzept allerdings nicht, auch Casio hat bereits zwei Synthesizer mit Mehrwert für unterschiedliche Stilrichtungen im Angebot.

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