Mackie Big Knob Passive, Big Knob Studio und Big Knob Studio Plus, Monitor-Controller

Der amerikanische Hersteller Mackie ist aufmerksamen Lesern inzwischen ein Begriff, ich hatte schon einige Produkte hier im Test und nutze diese teilweise auch im Studioalltag. Mackie wurde ursprünglich mit soliden und preiswerten Mischpulten bekannt, die Produktpalette wurde um Audio-Interfaces und günstiges Zubehör, sowie Ohr- und Kopfhörer erweitert. Mit Big Knob bietet Mackie eine Serie von Monitor-Controllern an, die nicht nur vor einiger Zeit überarbeitet wurden, sondern sich mitunter auch im Heimumfeld nutzen lassen. Sie sind alle unterschiedlich komplex ausgestattet und so etwas wie eine Mischung aus Lautstärkeregler, Audio-Interface, Kopfhörerverstärker und Mischpult. Man kann sie daher, je nach Variante, in verschiedenen Umgebungen einsetzen. Der Vollständigkeit halber, auch als Ergänzung zu den Mackie ONYX-Audio-Interfaces, habe ich alle drei Modelle getestet und stelle sie Euch im Folgenden vor. Da die integrierten Wandler von ONYX Artist 1×2, ONYX Producer 2×2, Big Knob Studio und Big Knob Studio Plus identisch sind, überrascht auch die Ähnlichkeit bei der Klangqualität nicht, die sich auf einem hohen, detailreichen Niveau bewegt. Zugleich gilt für alle Geräte, dass derselbe Treiber unter Windows zum Einsatz kommt, weshalb man sie nicht miteinander kombiniert nutzen kann.

Unter einem Audio-Interface versteht man im weiteren Sinne externe Soundkarten, die sich allerdings nicht nur auf die gute Tonwiedergabe beschränken. Integrierte MIDI-Schnittstellen, mehrere Mikrofonverstärker und Digitalanschlüsse können einen Computer in eine mehrspurige, virtuelle Bandmaschine verwandeln. So bieten Modelle der Oberklasse nicht selten acht oder gar mehr Mikrofonverstärker und Eingänge an, so dass man sein Studioequipment direkt mit dem Computer verbindet. Ein Mischpult braucht man nicht, weil die Verschaltung der Ein- und Ausgänge ausschließlich über die PC-Software erfolgt, mehrere Einzelausgänge erlauben auch den Anschluss verschiedener Lautsprecher. Um Platz zu sparen, sind die meisten Audio-Interfaces lang und schmal konstruiert, die Bedienelemente verstopfen nicht selten die Frontseite und reduzieren sich auf Eingangseinstellungen und Abhörlautstärke. Will man einfach nur Musikhören, sind die Lautstärkeregler vergleichsweise fummelig.

Ab diesem Punkt wird nämlich der Mackie Big Knob Studio interessant, wenn man zudem noch mehrere Geräte mit verschiedenen Lautsprecherpaaren verknüpfen will. Dies muss nicht nur im Heimstudio der Fall sein, als möglicher Anwendungsbereich wäre auch eine Gaststätte denkbar, sofern man mehrere aktive Lautsprecher in verschiedenen Räumen ansteuern will. Der Mackie Big Knob Studio und Studio Plus kann immerhin als Vorverstärker eingesetzt werden, diese Eigenschaft teilt er sich mit gewöhnlichen Kleinmixern. Weiterhin kann er im Gegensatz zu den meisten Audio-Interfaces ohne Computer betrieben werden, die Verschaltung erfolgt analog mit dedizierten Hardware-Drehreglern und Drucktastern. Diese sind allesamt sehr großzügig bemessen und gut beschriftet, so dass man sie auch schnell greifen kann.

Allen gemein ist ein solides, pultförmiges Gehäuse aus gebogenem Stahlblech mit verschraubten Buchsen, zentrales Element ist ein analoger Aluminiumdrehregler. Dieser ist mit rund 4,5 cm Durchmesser nicht nur sehr griffig, sondern auch recht leichtgängig, die silbrige Farbe setzt sich optisch vom Gehäuse ab. Eine gut fühlbare Vertiefung gibt Aufschluss über die Position, eine Skala gibt es allerdings nicht. Darunter befinden sich drei mechanische Tasten, die das Audiosignal stummschalten, als Mono-Mix zusammenführen oder im Pegel kurzfristig absenken. Alle Modelle sind dickwandig und solide verschraubt, die gummierten Drehregler sind identisch zu den Audio-Interfaces aus gleichem Hause, der Abstand zueinander ist gut gewählt und erlaubt eine sichere Bedienung. Die Anschlüsse befinden sich fast alle auf der Rückseite. Vier Gummipads auf der Unterseite halten Big Knob an Ort und Stelle. Das Bedienfeld ist bei allen Modellen übersichtlich gegliedert, links befinden sich die Eingangs- und rechts die Ausgangseinstellungen. Alle Anschlüsse sind aus Metall gefertigt und machen einen soliden und langlebigen Eindruck, das ist man von Mackie auch gewohnt.

Mackie Big Knob Passive

Mackie Big Knob Passive

Der kleinste und günstigste Vertreter kostet rund 60 Euro und ist vereinfacht beschrieben ein passiver Lautstärkeregler, den man in den Signalweg einschleift. Er benötigt also keine Stromversorgung und ergänzt ein vorhandenes Audio-Interface um weitere Funktionen. Der Mackie Big Knob Passive ist 14 cm breit und durch die schräge Vorder- und Rückseite auch ähnlich tief, so dass er fast quadratisch wirkt. Auf der Rückseite befinden sich die Ein- und Ausgangsbuchsen in Form von 6,35 mm Klinke, die wahlweise symmetrisch oder unsymmetrisch verwendet werden können. Je zwei Ein- und Ausgangspaare stehen zur Verfügung, wobei für den zweiten Eingang eine zusätzliche 3,5 mm Stereo-Miniklinke verbaut ist, die alternativ genutzt werden kann. Auf der Oberseite werden die Einstellungen mit fünf soliden Drucktasten vorgenommen, drei davon habe ich bereits erwähnt. So ein Bisschen erinnert mich der Mackie Big Knob Passive an Lautsprecherverteiler aus den 70er Jahren, allerdings kann das Signal nicht parallel über beide Ausgänge geschickt werden.

Mackie Big Knob Passive Rückseite

Mit der linken und rechten Drucktaste wählt man jeweils den Ein- oder Ausgang A oder B, dadurch lässt sich jeder Eingang an eines der angeschlossenen Lautsprecherpaare schicken. Nicht jedes Audio-Interface kann das Signal als Mono-Mix ausgeben oder kurzfristig den Pegel absenken,weshalb die für das Mastering mitunter wichtigen Features mit dem Mackie Big Knob Passive nachgerüstet werden können. Wer einen D/A-Wandler mit festem Ausgangspegel einsetzt, nutzt ihn nicht nur als komfortablen Lautstärkeregler, sondern kann auch unkompliziert ein zweites Gerät verbinden, ohne hinter die Studiomonitore kriechen zu müssen und hat für beide schlussendlich denselben Pegel. Schön dabei ist, dass sich der Mackie Big Knob Passive kaum negativ im Signalweg bemerkbar macht. Dreht man die Lautstärke ganz auf, wird das Signal unverändert durchgeschleift, der Regler wirkt folglich als analoger Widerstand im Signalweg, weshalb man angeschlossene Geräte mit Lautstärkeregelung auf Maximalpegel einstellt. Genau wie bei den größeren Modellen ist der Lautstärkeregler analog ausgeführt, was sich in der Praxis als kleiner Nachteil erweisen kann. So könnte je nach Equipment mehr oder weniger das Problem auftreten, dass sich die Lautstärke beider Kanäle bei geringster Einstellung leicht voneinander unterscheidet. Dieser Effekt trat bei mir auf, allerdings noch tolerierbar. Die Funktionen zur Monoschaltung und Pegelabsenkung kann ein Argument sein, sich näher mit dem Big Knob Passive zu befassen. Ist kein Audio-Interface vorhanden, lohnt sich ein Blick auf die größeren Modelle.

Mackie Big Knob Studio

Mackie Big Knob Studio

Dieses Modell ist mit rund 170 Euro deutlich teurer und reichhaltiger ausgestattet. Der Mackie Big Knob Studio verfügt nicht nur über ein integriertes Audio-Interface, sondern lässt sich auch mit dem mitgelieferten Netzteil unabhängig vom Computer betreiben. Auf diese Weise kann er auch als Schaltzentrale für mehrere Eingänge dienen, die man aktiven Lautsprechern zuführen will. Ein eingebautes Durchsagemikrofon erlaubt auch die Verwendung im Aufnahme- und Regieraum, zwei Kopfhörerausgänge machen ihn sogar als Kopfhörerverstärker interessant. Dafür ist das Gehäuse mit 17 cm tiefe und 25 cm breite deutlich größer. Das muss es auch sein, damit alle Bedienelemente übersichtlich angeordnet werden können.

Der Hohlstecker des mitgelieferten Netzteils, das mit einer Euronetzschnur verbunden wird, lässt sich sicher mit dem Gehäuse verschrauben. Das verhindert unbeabsichtigtes Herausziehen und sichert auch die Netzteilbuchse. Ein separater Netzschalter ist auch aufgrund der Nutzung ohne Computer sehr sinnvoll. Die aktive Energieversorgung ermöglicht nicht nur, dass beide angeschlossenen Lautsprecherpaare parallel genutzt werden können, sondern lässt auch die meisten Tasten im gedrückten Zustand grün aufleuchten. Das erleichtert die Übersicht, vor Allem in dunkleren Umgebungen. Der Computer wird über eine USB-B-Buchse verbunden, ein Kabel wird natürlich mitgeliefert. Ein Druckschalter lässt die Wahl, ob der Computer über die Eingänge nur die Mikrofonsignale abnimmt oder das Summensignal aller Eingänge. Genau genommen ist es ein Audio-Interface, das zwei Eingangs- und zwei Ausgangskanäle bereitstellt, so dass den Eingängen nicht jeweils ein eigener Kanal zugewiesen ist.

Mackie Big Knob Studio Rückseite

Rückseitig befinden sich alle Anschlüsse, die auch hier wieder wahlweise symmetrisch oder unsymmetrisch genutzt werden können. An die drei Stereo-Ausgangsbuchsen, ebenfalls als 6,35 mm Klinke ausgeführt, werden die Lautsprecherpaare A und B angeschlossen, als Weiteres kann das Signal als Summe abgenommen werden, um es beispielsweise an einen Mixer oder Audiorekorder zu schicken. Diese Buchsen lassen sich, ebenso wie der Audioeingang 3 und 4, im Pegel von -10 dBU (Consumer) auf +4 dBV (Instrument) umschalten. Dadurch ist es auch möglich, gewöhnliche HiFi-Komponenten anzuschließen oder ihn sogar ersatzweise als Vorverstärker einzusetzen, eine Hi-Z-Schaltung für den direkten Anschluss für Instrumente mit Tonabnehmer ist jedoch nicht vorhanden.

Neben den Eingangsbuchsen 3 und 4 stehen zwei ONYX-Mikrofonvorverstärker zur Verfügung, die Eingänge sind als XLR/TRS-Kombibuchsen ausgeführt. Entsprechend lässt sich +48V Phantomspeisung für Kondensatormikrofone zuschalten. Eine Verstärkung von +60 dB ist für unempfindliche, dynamische Mikrofone recht ordentlich und könnte für Instrumente mit Tonabnehmer ausreichen. Allerdings ist bei hoher Verstärkungsleistung das Eigenrauschen minimal im Direktvergleich zum ONYX Producer 2×2 gefühlt etwas höher. Die Wandler mit einer maximalen Auflösung von 192 KHz bei 24 Bit Wortbreite sind wie erwähnt ebenfalls mit dem ONYX Producer 2×2 vergleichbar und bieten daher dasselbe Latenz- und Auflösungsverhalten. Das gilt auch für die beiden getrennt regelbaren Kopfhörerausgänge auf der Frontseite, die praxisnah als 6,35 mm Klinkenbuchsen ausgeführt sind. Links daneben gesellt sich ein 3,5 mm Klinkeneingang. Hier lässt sich ein Smartphone oder anderes Gerät anschließen, dabei werden die Eingänge 3 und 4 automatisch auf den frontseitigen Eingang geroutet. Ein passendes Klinkenkabel liegt dem Gerät übrigens bei.

Die Bedienelemente auf der Oberseite sind logisch aufgebaut, im Zentrum befinden sich die vom Big Knob schon bekannten Bedienelemente: Lautstärkeregler, Stummschaltung, Mono-Mix und Dim zur Pegelabsenkung. Ein grauer Streifen hilft bei der Orientierung, so befinden sich alle eingangsrelevanten Bedienelemente links vom Lautstärkeregler, die angeschlossenen Lautsprecher werden rechts davon gesteuert. Zwei Drucktasten erlauben auch das simultane Aktivieren beider Boxenpaare, zwei darüber liegende Drehregler ermöglichen die jeweilige Anpassung um 12 dB unabhängig von der Gesamtlautstärke. Auf der linken Seite finden sich die Bedienelemente für die Eingangsbuchsen. Hier lässt sich die Phantomspeisung aktivieren und auswählen, ob die Eingänge 1 und 2 jeweils pro Kanal oder als Mono-Mix abgebildet werden. Drei weitere Tasten aktivieren die jeweiligen Eingänge, dabei werden 1 und 2 als Mono, 3 und 4 hingegen als Stereopaar behandelt. Darüber befinden sich entsprechend drei Drehregler für die Eingangslautstärke. Die linken beiden bestimmen den Pegel der Eingänge 1 und 2, der dritte kontrolliert den Gain der Eingänge 3 und 4, dieser rastet im Gegensatz zu den anderen Reglern in der Mitte ein. Will man an die Eingangsbuchsen 1 und 2 ein Stereosignal anschließen, muss man darauf achten, dass die Stellung beider Eingangsregler exakt gleich ist.

Unten links befindet sich die Steuerung für die Kopfhörer. Zwei Lautstärkeregler und ein Taster, der zwischen dem Abhören der Eingangsbuchsen und dem Track-Ausgang umschaltet. Mit einem weiteren Drehregler lässt sich das Verhältnis zwischen Computer und Eingängen stufenlos regeln, um beispielsweise Sängern ein latenzfreies Abhören des Mikrofonsignals zu ermöglichen. Hier wird deutlich, dass ein Monitorcontroller in dieser Form gerade auch für kleine Performances umfangreiche Einstellungen anbietet, die ohne Umstecken der angeschlossenen Geräte sehr flexibel sind.

Rechts unten auf der Frontblende befindet sich die Taste für das Durchsagemikrofon, nebst zugehörigem Lautstärkeregler. Das Mikrofon befindet sich rechts neben den Reglern für die Eingangsempfindlichkeit und wurde in seiner Qualität im Gegensatz zu den Vorgängern verbessert. Es reicht absolut aus, dem Künstler Anweisungen zu erteilen, ohne dass dieser den Kopfhörer absetzen muss. Das Mikrofonsignal wird ausschließlich über die Kopfhörerbuchsen ausgegeben. In diesem Bereich finden sich auch die Kontrollleuchten für Phantomspeisung, Power und die USB-Verbindung. Als Letztes gibt eine LED-Kette mit zweimal 16 Segmenten oberhalb des zentralen Lautstärkereglers Auskunft über den anliegenden Pegel.

Big Knob Studio Plus

Mackie Big Knob Studio Plus

Für rund 270 Euro bietet das größte Modell etwas mehr, das auch mit 30 cm etwas breiter ist und über 2 kg auf die Waage bringt. Die Ausstattung gleicht im Wesentlichen dem Big Knob Studio, allerdings lassen sich hier drei Lautsprecherpaare anschließen, so dass es entsprechend eine Taste und Regler mehr auf der rechten Seite gibt. Das sind allerdings nicht die einzigen Unterschiede, so lässt sich anstatt des internen Talkback-Mikrofons auch ein extern angeschlossenes verwenden, das allerdings dynamisch sein muss. Dies kann beispielsweise auch ein Schwanenhalsmikrofon sein, wie es manchen Synthesizern beiliegt, dies ließe sich gut an die XLR-Buchse anstecken und ergonomischer positionieren. Weiterhin erlaubt ein Fußschalteranschluss auch das freihändige Aktivieren, eine Drucktaste auf der Rückseite wechselt zwischen den Mikrofonen. Im Gegensatz zum Big Knob Studio gibt es zwei Talkover-Tasten, so dass man alternativ auch über den Track-Ausgang sprechen kann. Praktisch ist das, wenn Aufnahme und Regie in getrennten Räumen stattfinden.

Mackie Big Knob Studio Plus Rückseite

Beim Mackie Big Knob Studio Plus gibt es sechs Eingangsbuchsen, so dass die frontseitige Klinkenbuchse den Eingängen 5 und 6 zugeordnet ist. Die Eingangsempfindlichkeit lässt sich entsprechend für diese Buchsen regeln. Auf der Oberseite gibt es logischerweise auch einen Taster und Gain-Regler mehr, der auch in der Mitte einrastet. Interessant wird es bei der Kopfhörersektion. Während man beim Big Knob Studio etwas eingeschränkt ist, erlaubt der Mackie Big Knob Studio Plus etwas mehr Flexibilität. So sind nicht nur die Kopfhörerlautstärken separat zu regeln, sondern man kann auch für jeden Kopfhörer das Ausgangssignal getrennt umschalten. Neben dem stufenlosen Überblenden gibt es auch einen dreistufigen Drehschalter, der das Signal diskret auf den Computer oder Aux-Mix umschaltet. Auf diese Weise kann man einem Sänger den Mix des eigenen Gesangs zuführen, während man selbst nur das Computersignal abhört. Als Weiteres lässt sich über einen weiteren Ausgang auf der Rückseite ein externer Kopfhörerverstärker oder Aktivboxen anschließen. So kann der Künstler im Nebenraum oder in einer Sprecherkabine beispielsweise selbst die Lautstärke seines Kopfhörers regeln.

Fazit

Mackie Big Knob Studio Plus im Betrieb

Wie man merkt, ist ein Monitorcontroller durchaus komplexer, als ein Audio-Interface, erfüllt aber nicht ganz den Zweck eines Mischpults. Sicherlich entscheidet nicht primär die Anzahl vorhandener Lautsprecherpaare, ob man ein solches Gerät braucht, sondern viel mehr die Art und Weise, wie man Musik aufzeichnen will. Der unabhängige Betrieb vom Computer, die verschiedenen Routingmöglichkeiten, zwei Kopfhörerausgänge und nicht zuletzt die Möglichkeit, dem performenden Künstler über ein Mikrofon etwas mitzuteilen, sprechen schon für mehr Komfort. Das gilt auch für die ergonomischen Bedienelemente und den griffigen Lautstärkeregler.

Der Mackie Big Knob Passive als einfacher Lautstärkeregler lässt sich gut in ein vorhandenes Setup integrieren, während die größeren Modelle ein Audio-Interface mit gutem Wandler mitbringen. Neben leichtem Eigenrauschen finde ich kaum Kritik, vielleicht hätte man die Beschriftung des Anschlussterminals besser auf der Oberseite des Gehäuses andrucken können. Immerhin sind die Buchsen analog zu den Bedienelementen angeordnet, so dass man von Vorne betrachtet entsprechend von links nach rechts abzählen kann. Dass sich einige Drucktasten auf der Rückseite befinden, ist nicht unbedingt ein Nachteil. Zum einen liegen sie am oberen Gehäuserand, so dass man sie sehr gut von Vorne erreicht, zum anderen sind es Funktionen, die man lediglich beim Anschließen der Geräte verwendet. Da sie zudem ebenfalls logisch angeordnet sind, ist eine Fehlbedienung nahezu auszuschließen. Wer keine Steckerleiste bemüht, muss allerdings den kleinen Kippschalter rechts hinten auffinden. Dieser befindet sich unter dem USB-Anschluss, das könnte manchen vielleicht stören.

Im Prinzip kommt der Mackie Big Knob Studio Plus einem Kleinmixer schon ziemlich nahe, unterscheidet sich jedoch in der Art der Eingänge. Diese lassen sich nicht so flexibel konfigurieren, dafür sind jedoch die Bedienelemente deutlich griffiger und aufgeräumter gestaltet. Wer mit dem Computer aufzeichnet, wird ohnehin die Spuren nicht im Vorhinein bearbeiten und sich daher über eine diskrete Verschaltung freuen. Schön wäre noch gewesen, wenn das Audio-Interface etwas umfangreicher ausgestattet wäre und man die Eingänge als separate Spuren in der DAW einbinden könnte. Damit hätte man den Einsatzbereich erweitert und manchen die Entscheidung erleichtert, wohl aber auch den Preis in die Höhe getrieben. Dafür ist die Verarbeitung erstklassig, die Audioqualität stimmt und schlussendlich bekommt man für diesen Preis eine flexible Schaltzentrale mit vielen Möglichkeiten. Wer Podcasts aufzeichnet und ab und zu mehr Eingänge braucht oder, ganz zweckbestimmt, mehrere Abhörmonitore im Studio einsetzt, ist mit dem Mackie Big Knob Studio oder Studio Plus gut beraten.

Deine Meinung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.