Letzte Aktualisierung am 13. März 2026
Als in den 1990er Jahren die ersten Internetseiten aufkamen, konnte sich nahezu jeder im Netz präsentieren. Sei es privat oder mit einem Hobby, die Anbieter wie T-Onlineförderten dies massiv mit kostenlosem Speicherplatz und Baukastensysteme. Eine eigene Domain konnte man werbefinanziert bei manchen Anbietern wie FreeCity sogar gratis bekommen, diese zeigte dann auf den eigentlichen Inhalt. Während heute die Menschen ihren Alltag in sozialen Medien nahezu lückenlos abbilden und Webseiten seltner sind, gehörte es damals zum guten Ton, dass man sich und sein Leben präsentiert und so den Besuchern einen Eindruck über den Autor vermittelt. Bei mir war das nicht anders, obwohl ich mit der Zeit die privaten Informationen aus dem Netz genommen habe. Ich fokussierte mich mehr darauf, was ich mache und nicht, wer ich bin. Nachdem ich alte Artikel aus dem Internetarchiv restauriert habe stand die Frage im Raum, was mit meinen privaten Seiten passieren soll. Ich entschied mich schlussendlich dafür, die Texte über mich, mein Leben, Arbeit und Interessen zu rekonstruieren und in einer kompletten Autobiographie zusammenzustellen. Sie orientieren sich nahezu an den Originalen. Entfernt habe ich die Bereiche über die Musik, quasi der zweite Teil, den Amateurfunk und die Blindenhilfsmittel, siehe folgende Links:
- Meine musikalische Entwicklung
- Die musikalischen Experimente
- 20 Jahre Amateurfunk
- Die Artikelreihe über Blindenhilfsmittel
- Mein beruflicher Werdegang
Nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen.
Meine Kindheit
Ende Juli 1975 erblickte ich laut Angabe meiner Eltern das Licht der Welt – oder umgekehrt. Immerhin wurde schnell klar, dass ich gesetzlich als blind gelte. Jedoch mit vorhandenem Sehrest, der mir später noch sehr nützlich sein würde. Es war um 07:35 Uhr im Kreißsaal des Kreiskrankenhauses Soltau, als ich an einem heißen Sommertag nach einer nicht unkomplizierten Schwangerschaft entschlüpfte, die Sommerzeit gab es damals nicht. Eine häufige Frage beantworte ich direkt mit einem Nein, denn ich bin nicht im Heide Park geboren, der entstand erst drei Jahre später. Die ersten fünf Jahre meines Lebens verbrachte ich in Munster in der Lüneburger Heide. Wir bewohnten damals eine 3-Zimmer-Wohnung mit einer schönen Wiese für mich zum Spielen und ein Sandkasten war auch vorhanden. Ich mochte die Gegend und fühlte mich auch dort sehr wohl.
Mit drei Jahren wurde ich in den dortigen katholischen Kindergarten gebracht, wo ich dann auch Kontakt zu „nicht-behinderten“ Kindern bekam. Dies war für mich nie problematisch, weil ich mein Sehrest zur Orientierung und zum Spielen sehr gut einsetzen konnte. Ob allerdings die Kinder dies verstanden haben, weiß ich nicht wirklich. Kurze Zeit später kam ich in einen evangelischen Kindergarten, wohl aus dem Grund, weil eine liebe Nachbarin dort als Kindergärtnerin arbeitete und mich mitnehmen konnte. Dort war es allerdings nicht ganz so schön wie im ersten, zumindest nach meiner Erinnerung. Ich hatte einige Freundinnen, meist Mädchen, die sehen konnten. Das war nie ein Problem, bis auf die Kinder, welche sich unseres Sandkastens bemächtigten und mich mit Sand beworfen. Die Überlegung eines Zauns um den Sandkasten wurde aufgrund des Umzugs nach Hannover verworfen.
Einige Anekdoten aus dieser Zeit sollen nicht unerwähnt bleiben. So besuchten wir einst das Grab meiner Uroma auf dem Friedhof. Für gewöhnlich hat man derer zwei, was mir im Alter von knapp drei Jahren wohl nicht bewusst war. „Wer ist denn alles hier“, fragte ich Heiligabend und meine Mutter zählte alle auf, inklusive der anderen Uroma. „Wieso Uroma, wir waren doch gestern bei dir auf dem Friedhof!“ Eine weitere Geschichte begab sich eines Freitagmorgens, als Tante Irene zu Besuch war und mit meiner Mutter in der Küche saß. Es gab einen riesigen Schlag und die Beiden erschraken zunächst. Im Schlafzimmer angekommen sahen sie die große weiße Schranktür auf dem Boden liegen. Vollkommen geschickt hoben sie die Tür an und sahen mich dann schnell ins Zimmer flitzen. eine weitere Geschichte spielte sich im Keller ab. Von Onkel Marius bekam ich mit vier Jahren schon einen ausrangierten Spielautomat, der im Keller seine Scheiben drehte. „Ich kaufe mir eben ein Eis“ sagte ich, nahm zehn Groschen aus dem Münzfach und verließ das Haus, um eigenständig die wenigen hundert Meter zum Kiosk der Familie John zurückzulegen. Die zehn Wassereise konnte ich kaum tragen, wobei ein Groschen noch hinter die Kühltruhe fiel. Wie selbstverständlich kam ich zurück in den Kelelr und mein Vater traf fast der Schlag: „Wo kommst du denn her“, fragte er. Seine Version ist allerdings etwas anders, so wird von ihm behauptet, er sei mir hinterher geschlichen. Die letzte Geschichte ist etwas unschön und spielte sich auf der Kellertreppe ab. Dort saß ich mit meinem kleinen Koffer voller Spielzeugautos. nachdem ich mic mit meiner Mutter gestritten habe: „Ich gehe zum Jugendamt“, wie auch immer ich auf so etwas kam und verließ die Wohnung nur um abzuwarten, was passieren würde. Überhaupt war ich stets neugierig und auf Entdeckungsreise. Das Parkhaus von Fisher-Price, das ich auf unserem überdachten Balkon im Karton gefunden hatte, „ist für ein anderes Kind“, wie meine Mutter behauptete. Das hatte ich mir doch gewünscht und natürlich war es für mich bestimmt. Dann waren da noch die Verbote, über die ich mich gerne hinweg setzte. Ich durfte nicht an die Stereoanlage meines Vaters und konnte es als Kind nicht lassen. Somit griff meine Mutter zu einer List: Sie föhnte sich die Haare und beobachtete mich, weil ich ja wusste, dass wenn der Fön läuft ich unbeobachtet bin. Als ich dann wieder an der Anlage stand erschreckte sie mich und ich war weg.
Fisher-Price dominierte neben Lego und Playmobil mein Kinderzimmer. Die Kasse mit den Plastikmünzen, die ich in ähnlicher Bauform über 30 Jahre später für meine Tochter kaufen konnte, hatte es mir angetan. Vermutlich war ein gewisser Geschäftssinn neben meinem sozialen Gespür in mir schon angelegt. Ich erinnere mich noch an den Besuch von Dr. Herbert Garbe, damaliger Direktor des Landesbildungszentrums für Blinde. Eigentlich wollte ich aus Munster nicht weg, war aber zugleich neugierig auf Hannover. Einige Besuche ließen die Stadt als spannend erscheinen und ich freute mich sogar darauf. Meinen damaligen Vogel Tobi nahmen wir natürlich mit, den bekam ich von Onkel Paul zum Geburtstagsgeschenk. Das war ein total lieber Wellensittich und er hat mich geliebt, ich allerdings hatte panische Angst vor ihm aufgrund seiner dreidimensionalen Bewegungen. Er kam später in die Volliere meines Opas und ist später daraus entflogen.
Die Zeit in Hannover
Aufgrund meiner Sehbehinderung entschieden sich meine Eltern mit mir im September 1980 nach Hannover zu ziehen. Mein Vater konnte bei der Polizei anfangen und meine Mutter im dortigen Landesbildungszentrum für Blinde. Im September kam ich direkt in den Schulkindergarten und wurde betreut, während meine Mutter arbeitete. Das Haus, in das wir damals zogen, war ein Altbau in der Hannoveraner Südstadt und genau genommen eine reine Bruchbude, das hässlichste Haus in der Heinrich-Stamme-Straße. Eine Entscheidung für diese Bleibe meiner Eltern war der hinter dem Haus befindliche Hof, auf dem ich spielen konnte. Das alleinige Nutzungsrecht des Gartens, welches im Mietvertrag vereinbart wurde und sogar bis in die Neuzeit reicht, nutzte ich gut und gerne. Es gab nette Nachbarn und Kinder im Haus, das kurz darauf verkauft wurde. Der neue Eigentümer hat das komplette Haus restauriert und verbessert, sodass es sogar schon 1985 diverse für die damalige Zeit gebräuchliche Energie-Standards zur Wärmedämmung erfüllt hat. Meine Eltern hatten diesen Garten lange aktiv bewirtschaftet und auch viel investiert, dies zur Freude der Nachbarn, später aber nicht von jedem wirklich wertgeschätzt.
Zurück in den Schulkindergarten, es war eine Art Vorbereitungsjahr auf die eigentliche Schulzeit. Sinn und Zweck war es, den jeweiligen Behinderungsgrad und die Selbständigkeit zu prüfen und die „Vorschüler“ auf ein gemeinsames Level zu bringen. Weil ich jedoch sogar in Munster schon die Buchstaben unterscheiden und auch Farben erkannte – meine Eltern haben sich früher viel um mich bemüht – war dieses Jahr für mich nicht unbedingt effektiv. In Erinnerung geblieben ist mir ein Schulausflug auf die Insel Norderney gemeinsam mit der zweiten Klasse für einige Tage. Wir machten Fahrradtouren mit diesen vierrädrigen Gefährten, waren am Strand und im Wellenbad. Renate Lorenz als Religionslehrerin brachte so ihre eigene Struktur mit, daran musste ich mich zunächst gewöhnen. Ich hatte nie wirklich Heimweh, fand immer schnell Bezugspersonen und war diesbezüglich sehr unkompliziert, das habe ich wohl meiner Tochter vererbt. Im September 1981 wurde ich in die erste Klasse eingeschult und blieb bis 1989 am LBZ.
Die Schulzeit hat mir viel Spaß gemacht, obgleich es so einige Differenzen mit den Lehrern gab. Einer Erzählung meiner Mutter zur Folge soll ich eines Tages in der dritten Klasse zu ihr gekommen sein. ich wollte eine Mathearbeit nicht mitschreiben, weil es sich meiner Auffassung nach um eine Doktorarbeit handelte. Dies hatte zur Folge, dass meine Mutter mich zurück in den Klassenraum brachte und Wolfgang Hoffmann, meinen damaligen Mathelehrer fragte, was da los sei. Er meinte, ich hätte die Arbeit für zu schwer empfunden und mich geweigert, diese mitzuschreiben. Meine Mutter vertrat die Ansicht, dass er mir eine Sechs geben sollte, jedoch schrieb ich diese letztendlich nun doch mit. Ergebnis war wohl eine Drei, ich selbst kann mich nicht mehr daran erinnern. Ich war irgendwie immer schnell in meiner Auffassungsgabe und um mich nicht zu langweilen, habe ich nicht selten vorgeblättert oder mehr als nötig gemacht, wenn auch gelegentlich anders als erwartet.
Diese Geschichte beschreibt gut meinen Charakter. Ich war meist fleißig, wenn die Aufgaben für mich einen Sinn ergaben. Mir war dann akribisches Arbeiten wichtig, aber so wie ich es wollte und nicht nach Regeln. Das spiegelt sich exakt so in meinen Zeugnissen wieder, einerseits hilfsbereit und engagiert mit starkem Gerechtigkeitsempfinden und technischer Neugier, aber nur, wenn ich interessiert war. Andererseits aber auch genauso uninteressiert, wenn ich etwas nicht verstand oder nicht mochte. Tendenziell war ich dennoch ein guter Schüler, stand auch öfters in der Ecke und vor der Tür. Geschadet hat mir das nicht, im Gegenteil. Als wir in der fünften Klasse Schreibmaschinenunterricht bekamen fragte ich unseren damaligen Lehrer, warum ich das bräuchte, ich könne das ja schon. „Na dann erklär das doch mal“, meinte Herr Kuhfahl daraufhin und tatsächlich bekam er eine Antwort. Nicht, weil ich damals schon besonders gut tippen konnte, sondern weil ich an alten Schreibmaschinen für mich die Logik einer sinnvollen Handhaltung abgeleitet habe. Wieso jedoch die Buchstaben so kreuz und quer angeordnet waren, verstand ich erst viel später.
Unschöne Erfahrungen gab es wenige, ein Beispiel ist der Kommunionsunterricht in den Jahren 1984 und 1985, das Jahr meiner Zahnklammer. Ich wurde in der Sankt-Heinrich-Kirchengemeinde eingegliedert und erhilet Kommunionsunterricht. Barrierefreiheit gab es nicht, so musste mein Vater die Aufgaben im Heft lösen, was er auch tat. Schlimm für mich war der Kindernachmittag im Gemeindehaus, der monatlich am Mittwoch stattfand. Ich stand inmitten der tobenden und spielenden Kinder am Rand und wurde nicht integriert, aber auch nicht ausgegrenzt. Ich vermute, dass sie und auch die Aufsichtspersonen einfach nicht wussten, wie mit mir umzugehen ist. Woher auch, wer sollte ihnen das vermitteln, mit neun Jahren war ich dafür einfach zu klein. Im Ergebnis wollte ich irgendwann da nicht mehr hin und das war auch okay, genützt hat mir das nicht. Aber es hat meinen Blick auf Sehende nicht im geringsten negativ beeinflusst, zumal ich den Umgang mit Kindern auch ganz anders kannte. Das war im Beichtraum jedoch anders, denn vor der Kommunion musste ich zum Pastor. Er fragte mich: „Was hast Du denn für Sünden in den letzten Wochen begangen? “ – Nun gut, ich war sicher nicht immer artig, mit meiner Mutter hatte ich so meine Konfrontationen und Grenzen sind für Neugierige nie sinnvoll. „Nichts, ehrlich „, antwortete ich – „Das kann nicht sein, du wirst doch irgendetwas gemacht haben „, meine Mutter hat sich schon gewundert, ich kam gar nicht mehr aus dem Beichtraum raus. Weil mir das zu blöd wurde, konstruierte ich irgendeine Geschichte, dass ich Daniel geärgert hätte und was weiß ich nicht alles, ich habe somit vorsätzlich gelogen. Dieser Einfall kostete mich 100 „Gegrüßet seist du Maria „, das ich kniend vor dem Altar runterbeten sollte – denkste, ich bin kreativ. Ich zählte also langsam bis 100, stand auf: „Fertig, wir können gehen, Mama! “
In der vierten Klasse wurde uns Renate Herkenrath als Klassenlehrerin zugeteilt. Sie und ihre Kollegin Renate Lorenz kamen auf eine wahnwitzige Idee: Warum nicht eine Zusatzklasse einführen, die englische Kurzschrift und die damit verbundenen Hürden könnten dies erfordern. Wir waren der zweite Klassenzug, der die Klasse 4Z aufgedrückt bekam, nachfolgend war das Zusatzjahr die 3Z. Gebracht hat es wenig, außer viel Zeit für regionale Geschichtserfahrungen, Klassenfahrten, Kennenlernen von Celle und Hannover, aber für die Bildung ein vollkommen unnötiges Vorgehen. Das zweite Jahr verlor ich dann beim Schulwechsel nach Marburg, was wenigstens einen Sinn ergab. Klassenfahrten gab es einige, beispielsweise nach Sievershausen in Südniedersachsen. Das passierte alle paar Jahre, dass wir mit dem Bulli dorthin verbracht wurden. Norderney und später der Schulausflug nach Pellworm und die Skifreizeit nach Mauth waren jene, die wir mit Zügen zurücklegten. Neben Sievershausen waren wir damals auch in Bredenbeck bei Wennigsen mit der Klasse überuns, aufgrund der Freundschaft der beiden Lehrerinnen machten wir viel gemeinsam. Das war überaus spannend, denn wir hängten uns an eine ganz normale Schulklasse mit dran und so kamen wir blinden Kinder in Kontakt zu Sehenden. Leider besteht zu den damaligen Kindern kein Kontakt. Mich hätte wahnsinnig interessiert, ob und welchen Eindruck sie hatten und diese Begegnung vielleicht sogar prägend für spätere Ereignisse war. Außer ein paar Vornamen ist über die Identität dieser Schüler leider nichts mehr bekannt. In einem Ordner finden sich noch Aufzeichnungen über Erlebnisse von dieser Fahrt.
Mein liebstes Fach war Musik und glücklicherweise bei uns fast immer praxisorientiert. Vorgespräche oder Erklärungen haben mich nie interessiert, ich konnte es kaum erwarten, bis es an die Instrumente ging. Ein guter Musiker war ich zwar nicht, aber ich konnte intuitiv mit jedem Instrument irgendwie umgehen und es beherrschen. Wir hatten mehrmals im Jahr Schulauftritte und ich war überall dabei. Von Xylophon über Schlagzeug, Synthesizer, Klavier und Blockflöte hatte ich damals in vielen Konzerten mitgespielt, obwohl ich das Rampenlicht immer gescheut habe. Auch Orgel- und Schlagzeugunterricht hatte ich einige Jahre, aber ich zog es vor, meine Spieltechnik für mich selbst zu entwickeln. Volker Waldherr hatten wir die ganzen Jahre in Musik und später als Klassenlehrer. Ich weiß nicht ob ihm jemals klar wurde, welchen überaus großen Einfluss er nebenbei auf meine Entwicklung genommen hatte und wie dankbar ich ihm für die Möglichkeiten heute bin. Er konnte sich immer auf mich verlassen und hat mir hundertprozent vertraut, er ist übrigens selbst vollblind. Mit ihm waren wir auf der Insel Pellworm, die er selbst so liebte und wohin er seinen späteren Ruhesitz hin verlagerte. Dort habe ich mit einem Kunstkopfmikrofon von Sennheiser und einem Uher Report eine Art akustisches Tagebuch aufgezeichnet. Herr Waldherr ließ mich einfach machen, aber das Ergebnis ist leider bei mir nicht vorhanden. Gleiches gilt für viele Schulaufnahmen, deren Tonbänder er wohl nach seinen Angaben mitgenommen hat oder vielleicht auch entsorgt wurden. Das Hörspiel, einer Projektwoche ist immerhin wieder vorhanden.
So hatte mich die Technik immer fest im Griff oder auch umgekehrt. Für einen Mitschüler entwickelte ich eher zufällig an einem F.H. Papenmeier BRAILLEX C 1988 ein Lernprogramm, das ihm bei der Grammatik helfen konnte, ich war ständig in unserem Tonstudio, durfte Hörspiele mit produzieren, Feiern aufzeichnen oder im Hintergrund die Technik bedienen. CB-Funk hatten wir damals regelrecht in einer Funk-AG erlernt. Abschließend gab es eine Prüfung sogar mit Morsecode, mit Erfolg durfte man die CB-Funkstation der Schule nutzen. Die Prüfung habe ich zwar bestanden, aber irgendwie nie von der Clubstation Gebrauch gemacht. Ende der siebten Klasse erfolgte dann der Schulwechsel und dies ganz spontan, denn eigentlich wollte ich nie nach Marburg. Der Grund dafür ist eigentlich aus heutiger Sicht banal, absolute Angst vor der Augenklinik. Dort nämlich wurde ich untersucht und meine extreme Spritzenangst setzte so viel Adrenalin frei, dass ich während der Narkose unverhofft aufwachte – das war damals noch eine andere Zeit. Seitdem war alles, was mit Ärzten zu tun hat, für mich als Bedrohung empfunden worden und ich erlitt viele Jahre Alpträume. Ich machte dies aber mit mir selbst aus und erzählte das auch niemandem. Glücklicherweise gab es nur eine Operation, Resektion der Polypen im Henriettenstift und ich war froh, als ich mit der Unterschrift meiner Mutter direkt und vorzeitig wieder nach Hause kam. Weiterhin hatte ich mir beim Schulsport die Bänder angerissen und bei einem Sturz mit dem Fahrrad das Handgelenk angebrochen, beides konnte glücklicherweise konservativ behandelt werden. Gott sei Dank wusste ich noch nichts von dem in mir wachsenden Hirntumor, das ist aber ein anderes Kapitel und begann allerdings schon in diesem Zeitabschnitt.
Die Ferien
Meine Ferien verbrachte ich zumeist in Schieder-Schwalenberg bei Onkel Horst und Tante Ilona und ihren Kindern. Onkel Horst wird im musikalischen Artikel noch eine wichtige Rolle spielen. Durchgerechnet war ich im Durchschnitt rund drei Monate in Schieder, das war schon erheblich. Onkel Horst war der 10 Jahre ältere Cousin meiner Mutter. Dort fühlte ich mich pudelwohl, rückblickend sogar wohler als zu Hause und nahm sie als Zweiteltern an. Es wäre für mich klar gewesen, wenn meinen Eltern was passiert wäre, ich hätte in Schieder leben wollen. Meine Oma mütterlicherseits war jedoch alles andere als erfreut, sogar etwas eifersüchtig. Denn ich wollte natürlich lieber nach Schieder als nach Blomberg. Das lag vielleicht daran, dass ich im heimischen Umfeld nur wenig Freunde hatte, erst als mein Cousin Carsten und sein Bruder Ronnie 1988 in unser Haus von Holzminden nach Hannover zogen, war das etwas anders. Ansonsten war ich in Schieder voll integriert, habe alles mitgemacht und wurde wirklich von allen Freunden der Familie und den Kindern Sabine und Bianka so aufgenommen, als gehöre ich ohnehin dazu – das ist übrigens heute noch so. Beide haben mich immer mitgenommen und wir sind wie Geschwister aufgewachsen. Dann waren da noch die Hobbys von Onkel Horst, seine Orgel und seine Musik. Eine Heimorgel hatte ich damals noch nicht, sodass ich dann viel auf seiner gespielt habe. Ich war im Prinzip der Einzige, der seine Instrumente benutzte. Spielen konnte er Akkordeon, Orgel aber nicht wirklich. Er hatte – vorsichtig formuliert – erhebliche Koordinationsprobleme bei der Harmonieführung, so dass sein Spiel eher weniger harmonisch klang, Singen konnte er umso besser.
Ein dritter Grund war sicher die Hündin Hexe (eigentlich Friedel von der Hühnenkapelle), ein kleiner Rauhaardackel, mit dem ich sehr viel Zeit verbrachte. Insbesondere sah ich es als eine Mission an, ihr ein Haus aus Pappe zu fertigen, in welchem sie wohnen konnte. Tja, das war immer mal so phasenweise, denn zwischen den Ferienzeiten hatte der Hund dann doch wieder sein Schaffell aufgesucht. Das Anfang der 1980er übernommene Taxiunternehmen war für uns Kinder Anlass, die Zentrale zu hüten, wenn Horst und Ilona aus dem Haus waren und zumeist mit meinen Eltern Ille und Heinz feierten. Manchmal bis tief in die Nacht hinein und wenn wir dann schliefen, kamen die Feiernden nach Hause, in der Küche wurde Spiegelei gebraten und musiziert. Horst am Akkordeon, Papa an der Teufelsgeige oder mit den Töpfen unterwegs, das war eine sehr schöne und lustige Zeit, obgleich gelegentlich der Schlafrhythmus etwas durcheinander geriet. Neben Taxi Kehe war es übrigens auch die Gaststätte meines Opas in Oerrel bei Munster, die mir schon früh Einblicke in die Selbständigkeit brachten. Von daher war diese Entscheidung 1998 für mich eigentlich ein konsequenter Schritt.
Mit Bianka bin ich auch einige Male mit in die Schule gegangen, die Ferien von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sind bekanntermaßen verschieden. Ich hatte damals auch eine Punktschriftmaschine mit – Integration in der Kleinstadt. Ich schrieb fleißig mit, stellte Fragen, hörte zu und beteiligte mich am Unterricht. Das hat die Lehrer seinerseits schwer beeindruckt, aber auch Biankas Klassenkameraden. Alle waren wirklich aufmerksam, haben Rücksicht genommen und es gibt bis Heute sogar wenige Kontakte. Wenn ich meinen Geburtstag in Siekholz gefeiert habe, kommen dort mehr Leute zusammen als hier in Fronhausen, das ist schon beachtlich. Das zeigt mir allerdings, wie sinnvoll es bis heute für mich ist, meine Fast-Blindheit nicht in den Fokus zu rücken. Sie ist genauso ein Teil von mir, wie bei anderen die Brille. An mich muss sich niemand anpassen, weil ich mich an meinem Umfeld orientiere. Kurios ist das, wenn einige meiner liebsten Freundinnen auf ihrem Smartphone scrollen und was sehen, das Ding umdrehen und sagen, ich solle mal schauen – ach ne, siehste ja nicht. Das schönste Kompliment einer Freundin war als sie sagte: „Ich vergesse immer, dass Du manches ja gar nicht siehst.“ Vielleicht reagiere ich deshalb etwas allärgisch auf Modebegriffe wie Ableismus, weil es bislang nie vorkam, dass ich ernsthaft ausgegrenzt wurde und mich auch nie beleidigt fühlte. So stelle ich keinesfalls in Abrede, dass es Diskriminierung und Ausgrenzung nicht gäbe, teilweise kenne ich das auch. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass ein nicht unerheblicher Teil auch an einem selbst liegt und wie man sich anderen gegenüber gibt. Als ich in unseren Gewerbeverein eingetreten bin sagte ich: „Ich bin zwar fast blind, aber nehmt darauf keine Rücksicht, ich sag schon Bescheid, wenn ich etwas nicht kann“. Ganz klar, es gibt natürlich einen Unterschied zwischen sichtbaren und nicht sichtbaren Behinderungen, aber alles hat seine Vor- und Nachteile. Meinen Homecomputer, einen Philips VG-8020 MSX, den wir von einem Schwager abkauften, war immer mit dabei, später auch der komplette PC im kleinen Suzuki Alto meiner Mutter. Ich habe mich schon sehr viel mit Computern beschäftigt, aber eben nicht nur. Pferde füttern, Reiten,, Radfahren, all das zog sich wie ein roter Faden durch diese schöne Zeit. Trotzdem, wenn irgendwas bei wem auch immer klemmte: Frag Stephan, der stellt dir das schon ein. Sat-Receiver, Videorecorder und später auch die Computer. Würde ich diese Arbeitszeiten nachträglich berechnen, ich glaube ich wäre ein gemachter Mann. Dass alle so einem behinderten Steppke wie mir vertrauten und mich noch dazu überall mit hingenommen haben, finde ich erstaunlich. Natürlich passierte dies meist in den Ferien, in Hannover gab es zwar Freunde, aber kaum Familie und so hatte ich in der Schulzeit quasi Urlaub. Sabine sagt heute noch: „Wird Zeit, dass Du mal wieder vorbeikommst“ und sicher nicht nur deswegen.
Neben gelegentlichem Italienurlaub in Bibione bei Lignano haben wir seit Ende der 70er Jahre in den Ferien häufig an einem Eltern-Kind-Seminar an der Heim-Volkshochschule in Hustedt bei Celle teilgenommen. Das dauerte jeweils eine Woche und wurde speziell für Eltern blinder Kinder veranstaltet. Allerdings, außer dass wir Kontakt zu anderen „betroffenen“ Familien knüpfen konnten, weiß ich bis heute nicht, was in den Seminaren alles besprochen wurde. In dieser Zeit war ich viel für mich, fuhr mit dem Fahrrad über das Gelände oder verbrachte Zeit im alten Fachwerkhaus. Das gefiel mir, so eins wollte ich auch immer haben. Fachwerk wurde es ja nicht, aber heute laufe ich um mein eigenes Haus. Übrigens habe ich an diesem Seminar später im Jahr 2001 einen aufwendigen Vortrag über Blindenhilfsmittel halten dürfen. Erwähnenswert ist noch eine Aktion im Jahr 1987 zu meinem zwölften Geburtstag. Dieser fällt naturgemäß stets in die Sommerferien und das war das einzige Mal, dass ich diesen mit meinen Klassenkameraden feiern konnte. Hintergrund war eine Mobilitätsfreizeit des IRIS-INstituts in Hamburg, die in Ganderkesee im Bremer Raum jährlich stattfand und vier Wochen andauerte. Kinder und auch Erwachsene wurden dort intensiv wahlweise in den Bereichen Orientierung und Mobilität oder lebenspraktische Fertigkeiten trainiert. Unsere Eltern sorgten dafür, dass wir dieses Training im Klassenverbund durchliefen. Mein Geburtstag ist und war mir nicht so wichtig, aber ich durfte seitdem im Auto Vornesitzen, das war wesentlich spannender.
Der Wechsel nach Marburg
Der nächste Abschnitt begann 1989, als ich an die Deutsche Blindenstudienanstalt in die siebte Klasse nach Marburg gewechselt bin. Die Carl-Strehl-Schule war vor der Wende das einzige Gymnasium für Blinde und Sehbehinderte bundesweit, dort machte ich dann 1996 mein Abitur. Alternativ hätte ich integrativ am katholischen Gymnasium Ursulaschule in Hannover beschult werden können. Durch das Internatsleben konnte ich mich vermutlich anders entwickeln als im Elternhaus. Die Interaktion mit bis zu acht Bewohnern in der Wohngruppe und unter Gleichgesinnten ergaben für mich als Einzelkind durchaus attraktive Vorzüge. So besaßen wir recht große Freiheiten und waren oft auf uns allein gestellt, zumindest kam ich mir so vor. Betreuer gab es natürlich, allerdings muss ich zugeben, konnte ich diese bis auf manche Ausnahmen nicht immer ernst nehmen. Vielleicht waren es auch die damaligen Umstände, Todesfälle in der Familie, Schwierigkeiten zwischen meinen Eltern, die mir einen massiven Ruck in Richtung Autonomie gegeben haben. Ich fühlte mich nicht einsam, aber frei und bereit fürs Leben. Natürlich mit all den pubertären Schwierigkeiten, Grenzen austesten, cool sein, das Leben genießen und die Schule nicht so ernst zu nehmen. Aber mein Gerechtigkeitssinn, konsequenter Charakter und auch der Wille Verantwortung zu tragen, haben mich angetrieben und geformt. Ich merkte in dieser Zeit, dass ich alleine zurechtkommen musste – diese Kraft ist mir geblieben. Leider aber nicht meine Motivation, von der Hauptschule aufs Gymnasium bedeutete einen notenmäßigen Abstieg, das hat uns Herr Dr. Wolff schon am Vorstellungstag mitgeteilt. Ich empfand dies zunächst als ungerecht ohne darauf zu kommen, dass es eventuell an den angestiegenen Leistungen liegen könnte. Der Vertretungsunterricht und Hausaufgabenbetreuung waren irgendwie attraktiver. In der siebten Klasse hatten wir Dieter Gast und Peter Brass. Peter, ein ganz lieber aus der Lehrerschaft, hat mir mit viel Geduld manches gezeigt, was ich im Mathematikunterricht zunächst nicht verstand. Und ein Notebook hatte er auch, alleine das brachte ihm einen Pluspunkt ein. Wie einige unserer Lehrkräfte war auch er blind, das setzte ihn irgendwie mit uns auf eine Ebene. An der Blista trennte man übrigens zwischen Blinden- und Sehbehindertenklassen, wir in Hannover galten ausschließlich als blind. Das war ebenfalls für mich neu, wird heute aber anders gehandhabt. Jetzt sind Klassen inklusiv und werden quer durchmischt.
Meinen ersten eigenen PC bekam ich Anfang 1991. Es war ein Slimline-Desktop von ESCOM, kostete rund 2.150 Mark inklusive Monitor und dazu bekam ich einen Epson LQ-400 Drucker, einen Genius Handscanner und Maus (war damals Zubehör) und Gameport-Karte mit zwei Joysticks.Er hatte einen 286er Prozessor mit 12 MHz Taktfrequenz und 1 MB Arbeitsspeicher. die Quantum-Festplatte fasste gerade einmal 52 MB, das entspricht etwa 10 MP3-Dateien in mittlerer Qualität, das Betriebssystem brauchte schließlich auch Platz. Soundkarten folgten erst später, die musste man sich ansparen. So etwas bekam man ohnehin nicht im Computerladen seines Vertrauens, man musste sowas in Shops über Computerzeitschriften telefonisch bestellen. Damals bezahlte man für jedes Paket noch eine Zustellgebühr von 2,50 DM, die musste man parat halten, ansonsten führte der Weg in die Postfiliale – nichts mit Abstellgenehmigung und App-Benachrichtigung. Kaufte man etwas, bestellte man per Nachnahme, ich konnte die Überweisungsträger für Vorkasse nicht ausfüllen. Ich weiß noch, dass ich diesen Computer irgendwie länger eingelagert hatte, 1993 quetschte ich sogar noch ein CD-ROM-Laufwerk von Mitsumi hinein. Heute kann ich beim besten Willen nicht mehr wirklich nachvollziehen, wann ich welchen Computer bekam. Mein erstes Vorlesesystem bekam ich irgendwie um 1993 im Sommer. Der Leiferant von Tieman seinerzeit war sehr froh, dass er mir das Ganze nicht erklären musste und konnte direkt weiter. Das war auch gut so, denn der Schraubendreher lag längst bereit und in wenigen Stunden sah das Tischgehäuse mit eingebauten Lautsprechern komplett anders aus. An die AOK Niedersachsen, Ihr braucht nicht nachzuforschen, das ist mit über 30 Jahren längst verjährt und die Investition hat sich gelohnt, auch in die MiniBraille, eine 20stellige Braillezeile.
Zuvor hatte ich von Carsten auch einen abgelegten Computer bekommen und Jens sein Bruder verkaufte Rechner von Schneider. Daher bekam ich ein riesiges Gehäuse und so zog die Hardware öfters mal um. Erinnern kann ich mich noch an die Nacht, als wir 1993 nach Trier auf Klassenfahrt fuhren. Den 286er mit 16 MHz von Carsten wollte ich unbedingt fertigkriegen und irgendwas lief da nicht. Ich bin ja eh immer nervös, wenn ich irgendwohin fahren muss, so war ich die ganze Nacht wach und wurde morgens fertig, als es hell wurde. Jetzt mussten wir aber zum Bahnhof und mit dem Zug los, das hat auch alles geklappt. Nur kann ich mich an die Umstiege in Koblenz und Siegen kaum erinnern, ich war regelrecht schlaftrunken und eigentlich bis wir in Trier waren alles andere als wach.Die Rückfahrt wurde nicht besser, wir waren am letzten Tag in einer Dönerbude und irgendwas war da nicht in Ordnung. Die ganze Nacht gab es Benutzung der Toilette in rückwärtiger Form. Ach, hätte ich nur einen Kassettenrekorder mitgenommen, sagte ein Schulfreund wie mir berichtet wurde und das wohl mehrfach. Okay, die Situation war tatsächlich so skurril, dass ich mich nicht zwischen Kotzen und Lachen entscheiden konnte. Ergebnis, auch die Rückfahrt habe ich entsprechend verschlafen. Computer im Schlaf beackern gab es öfters, hier hatte ich mal einen in der Mache und bin darüber eingenickt. Als ich wach wurde habe ich mich ernsthaft gewundert, wieso das, was ich tun wollte, erledigt war.
Mein Drang und diese wenn auch koordinierte Willensstärke sollten mir später in der Schulzeit noch nützlich werden. Ich galt auch hier als vertrauenswürdig und zuverlässig, einzig Politik interessierte mich damals nicht. So wussten alle um meine technische Expertise, ich befasste mich intensiv mit Blindenhilfsmitteln, hatte meinen Computer und auch eigenen Kopf, konnte ihn bedienen und Schüler unterstützen. Egal ob bei ihren HiFi-Problemen oder wenn es um Hilfsmittelfragen ging, auch vor der BLISTA-Mailbox machte ich nicht halt. Im Bereich Musik war es unser Musiklehrer Ulrich Meyer-Uhma, der mir zeitweise Zugang zu den Musikalien ermöglichte. Er vertraute mir in doppelter Hinsicht blind, denn dies war er auch, zudem ausgewiesener Konzertorganist. Ich durfte unsere große Theaterorgel nutzen, die Synthesizer im Musikalienraum, konnte alles verkabeln und auf Kassette aufzeichnen und er wusste, er kann mir vertrauen. Dieses Vertrauen schätzten auch andere Lehrer, so wurde ich in einer Projektwoche in die Gruppe Schülerzeitung abgeordnet, weil meine Schnellschreibfähigkeiten und Expertise benötigt wurden. Im Jahr 1993 entwickelte ich Lehrmaterialien und schulte gemeinsam mit zwei Freunden unsere Mitschüler im Umgang mit der damaligen Form des Internets, genauer E-Mail-Austausch und Bulletins im Projekt „Schulen ans Netz“. Damals hatte uns das hr-Fernsehen besucht und so ist diese Zeit kurz dokumentiert. Mit meinem Freund Jens Walpert ging ich außerdem regelmäßig zu den Hilfsmittelausstellungen, die damals schon jährlich im RES in der Biegenstraße, später in der kleinen Turnhalle und bis heute in der großen Turnhalle auf dem Blista-Gelände stattfinden. Wir knüpften schon früh Kontakte zu den Herstellern und genossen seinerzeit einen gewissen Bekanntheitsgrad. Ob Josef Ender von BAUM oder Siegfried Kippke von Handy Tech, sie fragten nach unserer Expertise und wir durften sie in unsere Wohngruppe einladen. Jupp zeigte uns den David von BAUM und ludt uns zu einer spannenden Werksführung nach Schloss Langenzell ein, Siggi wollte unsere Meinung zur damals in der Entwicklung befindlichen Brailletastatur für das Modularsystem wissen. Man kannte uns und einen besonders guten Draht hatten wir zu Ludwig Becker und Tieman. Besonders Beckers profitierten von uns, weil wir ihnen viel zugearbeitet haben und im Umfeld Vorlesegeräte und Braillezeilen vermittelten und auch die Nachbetreuung abfingen. Bezahlt hat man uns zwar nicht, aber die Anerkennung folgte beispielsweise in besseren Ausstattungen, die wussten ja, was sie an uns hatten.
1992 kam ich zum CB-Funk, den ich zuvor nur in der Funk-AG in Hannover betrieb, meine Handfunkgeräte kamen ja nicht weit. Dies führte nicht nur zu Kontakten innerhalb der Wohngruppen, sondern auch zu Kindern von außerhalb, echte Freundschaften entstanden. Das war schon extrem, alleine in unserem Haus hatten wir insgesamt fünf und zeitweise sechs Stationen, denn die unten im Weinberg 13 eingezogenen Schüler brachten zum Teil Funkgeräte mit. Der CB-Funk war damals eine exzellente Möglichkeit, das recht geschlossene Netz der Blista nach Außen zu öffnen und von dieser Mode haben sich viele anstecken lassen. Wir hatten viele lustige Runden, waren sehr aktiv und gelangten so auch ohne Amateurfunk zu mehr Sichtbarkeit. Per Sprache waren schließlich alle gleichberechtigt. Meine jetzige Frau Liane lernte ich übrigens Ende 1992 kennen, wir verbrachten nahezu die gesamte Schulzeit miteinander. Man könnte behaupten, Alltagsprobe unter Extrembedingungen: Wir waren seit 1993 in derselben Klasse, hatten dieselben Kurse und sind dann 1994 sogar in dieselbe Wohngruppe gezogen. Wider allen Ansichten der Betreuer, die eher aus persönlichen Schicksalsschlägen, als aus pädagogischen Lehrbüchern der Ansicht waren, dass dies nicht gut gehen würde, konnten wir das Gegenteil beweisen. So durchliefen wir zusammen die Oberstufe und machten gemeinsam das Abitur und durchliefen auch einen Teil der Ausbildung gemeinsam.
Klassenfahrten gab es übrigens einige. Reiterfreizeit, Ruderfreizeit, Skifreizeit, Segelfreizeit, Fahrt nach Rom, darüber könnte man sicherlich auch einige Bücher schreiben. Von der Segelfreizeit gäbe es theoretisch ein Video, das mich aber nie erreicht hat. Von der Skifreizeit habe ich dafür einen Mitschnitt der wohl einzigen Abfahrt von der roten Piste, einen entsprechenden Skipass habe ich noch irgendwo. Bei solchen Fahrten bin ich ambivalent. Einerseits hat mich sowas immer gestresst, andererseits gibt es viele lustige Erinnerungen. Die Zapfanlage für die Lehrer bei der Ruderfreizeit, wo ein Zimmergenosse des Nachts hinschlich und sich mit Kopp in Nacken unter den Hahn legte und quasi ab Quelle trank, die Sachsen in der Geißkopfalm Habischried, die dort nach der Wende als Gastwirte rübergemacht hatten. Genauso wie die Fahrt nach Rom, der Beginn der großen Liebe unserer damaligen Deutschlehrerin, das Produkt war die Klassenkameradin eines Nachbarsmädels. Genauso ist unsere unmittelbare Nachbarin die Tochter unserer damaligen Putzfrau am Weinberg, mit der wir ihren 50. Geburtstag feierten und die stolz von ihrer vierten Enkeltochter sprach, die ich nach 18 Jahren kennenlernte – so klein ist die Welt, echt verrückt. Auf der Weihnachtsfeier zu jener Zeit gab es auch eine Begebenheit, hier bitte ich um Verständnis, dass ich die besser nicht aufschreibe. Nur soviel: Kaum jemand käme auf die Idee, das Essen eines Gruppenkameraden aufzuessen, der zuvor Nasenbluten und dadurch keinen Appetit mehr hatte.
Urlaub in Ströhen
Lianes Familie hatte ein Haus in Ströhen bei Wagenfeld. Nach dem Abitur hatten wir viel Zeit und so fuhren wir ständig hin und her. Schaut man sich heute die Familienvideos an, wundern wir uns manchmal selbst, wie oft und wo wir alles waren. Schieder, Wesseling, Hildesheim und eben auch in Ströhen. Lianes Vater war quasi der Ströher Hausmeister und so verwunderte es nicht, dass er aus dem alten Haus mit der Zeit was richtig Schönes machen konnte. Die drei Geschwister lebten noch zuhause, die jüngeren Schwestern haben mich wie einen Bruder akzeptiert. Wir haben uns genauso intensiv um die Beiden gekümmert, was Angesichts der damaligen Situation nötig war. Eigentlich war es da so ähnlich wie in Schieder, Lianes Großtante war die Hauseigentümerin und lebte in der angebauten Wohnung. Insgesamt waren wir häufig da und es gibt unzählige schöne Erinnerungen an diese Zeit, aber familiär hat sich einiges stark verändert. Das Haus wurde inzwischen verkauft und so sind wir seltener in der Gegend. Das ländliche Grundstück ist etwa 2 km vom Dorfkern entfernt und über Hunderte von Metern ist kaum ein Haus zu sehen. Umgeben ist es von Feldern, flachem Land und ansonsten gibt es dort nicht viel und auch einige lustigen Erlebnisse.
Julia, eine Freundin von Lianes Schwester, lebte mit ihrer Familie am Dorfrand. Als sie so 14 war, bekam ich mit, dass sie ihre Mutter etwas anflunkert, weil sie auf Geheiß nicht ihren PC, sondern nur den Monitor abgeschaltet hat, um ihn bei entsprechender Ruhe im Haus wieder einzuschalten. Beim Geburtstag des unmittelbaren Nachbarn hat ihre Mutter erzählt, dass Julia immer so vernünftig sei und als Zeitzeuge kann ich dies – naja bis auf eben diese Nachlässigkeit – absolut bestätigen. Nun kann ich bekanntermaßen meine Klappe nicht halten und meinte: „Wenn du wüsstest, die verarscht dich doch und schaltet nur den Monitor aus!“ Das blieb nicht folgenlos, am nächsten Morgen kam Anni zu mir und meinte in leicht irritierten Ton: „Julia will dir nachher in die Fresse hauen“, es sei angeführt, das ist bis heute nicht passiert und auch wenn wir uns selten hören, verstehen wir uns super. Ohnehin wurden die Besuche bis heute aus Gründen seltener, aber Osterfeuer waren wir immer da, so auch Julia. Ich finde schön, dass selbst wenn man Menschen selten im Jahr trifft, man das Gefühl hat, sie erst gestern gesehen zu haben.
Berufliches Fortkommen
Wir sind im Juni 1996 in Marburg zusammen in eine 2-Zimmer-Wohnung gezogen und begannen gemeinsam eine Ausbildung zum Beamten im nichttechnischen gehobenen Verwaltungsdienst. Liane hat es geschafft, ich schied leider 1998 aus. Grund dafür waren diverse Schwierigkeiten, die im schulischen Bereich aufgetreten sind und ich brach die Ausbildung ab. Was jedoch in der Schule nicht funktionierte – so fehlte mir ein einziger Bewertungspunkt in der Zwischenprüfung – zeigte sich in der Goethe-Universität in Frankfurt komplett anders. Dort arbeitete ich in den praktischen Semestern und habe nicht etwa Verwaltungstätigkeiten ausgeführt, sondern ich wurde ansatzweise in das damals aufbauende Glasfasernetzwerk eingebunden. Es gab einen studentischen PC-Notdienst, aber man rief dann lieber mich und so konnte ich meine IT-Fähigkeiten praktisch nutzen. Ich lernte Datenbanksysteme kennen, unterstützte bei der Administration und sollte mich sogar mit Zeiterfassungssystemen in der Organisationsabteilung auseinandersetzen. Drucker- und PC-Probleme gehörten selbstverständlich dazu, die waren groß, schwer und dreckig, ebenso die alten Laserdrucker.
Dass man mich überhaupt eingestellt hat, verdanke ich einem Alleingang des damaligen Schwerbehindertenvertrauensmanns, wenn auch nur indirekt. Es war für ihn ein innerer Reichsparteitag, der Personalabteilung vor seinem Ruhestand noch eins auszuwischen und da kam ihm meine Bewerbung gerade recht. Weil ich eine Absage bekam und somit der schon damals gültigen Rechtslage hätte in das Bewerbungsverfahren einbezogen werden müssen, konnte ich schlussendlich einen Ausbildungsplatz bekommen. Ich war quasi ein ungeliebtes Kind, das aber schnell Freunde in dieser Fremde bekam. Der Stress wurde mir allerdings zu viel, denn zeitweise saß ich wochenlang ohne Arbeit im Büro bei einer täglichen Fahrzeit von fast drei Stunden. Man könnte es Burn-Out oder Unterforderung nennen, aber im April 1998 wurde ich krank und war einige Zeit erschöpft. Da kam mir das neu eröffnete BliZ (Zentrum für blinde und sehbehinderte Studierende an der THM) gerade recht. Aber auch das hat mich nicht erfüllt, ich bin einfach niemand der nach System lernen kann. Somit ging ich in die Selbständigkeit, wie oben beschrieben für mich ein leichtes und das bis in die Gegenwart. Ausflüge an die Fernuniversität Hagen verliefen nicht besser, ich habe lieber gearbeitet als gelernt, Probleme angepackt und gelöst, mich praktisch weiterentwickelt und konnte mich beweisen. Auch das schrieb ich oben, die Fähigkeit mich durchzusetzen mit einem scharfen Verstand, stets in die Zukunft gerichtet, mit gesunder Bodenhaftung und realistischer Selbsteinschätzung verbunden mit Empathie, das muss ich an dieser Stelle selbstbeweihräuchernd zu Protokoll geben. Es ist schon skurril, wenn man ohne akademischen Grad Vorträge vor Akademiker hält oder ihre Computer wartet und die einem dennoch vertrauen. Wie es so schön heißt: Ein guter Meister nimmt auch den Besen in die Hand und kehrt seinen eigenen Dreck weg.
Von Deininger bis zum Gericht
1998 meldete ich mein Gewerbe an, seinerzeit als hbm, Hilfsmittelberatung Marburg. Ausgelöst durch das Projekt von einem gewissen Jörg Kopp Consulting (JKC), der als Gehörloser eine Expertenplattform für Behinderte und Angehörige schaffen wollte. Er fand mich über meine damalige Webseite und bot mir an, für dieses Projekt als Experte für Blindenhilfsmittel mitzuarbeiten. Ohne Bezahlung, aber mit dem Ziel, Menschen unterstützen zu können. Das motivierte mich, der Blista und dem nach meiner Ansicht nach wenig hilfreichen Beratungszentrum etwas entgegenzusetzen, was an sich schon schwierig ist. Auf der Hilfsmittelausstellung in Marburg lernte ich 1998 Stefan Deininger kennen und das führte zur im Oktober 1999 gegründeten mobilen Hilfsmittelzentrale Marburg. Überzeugt hat mich das flexible Konzept der firmenübergreifenden Beratung, das hatte ich mir so vorgestellt. Gleichwohl veränderte sich die Marktlage, eigene Geräte wurden entwickelt und Deininger wurde irgendwann zum Produzenten. In diesen Jahren hatte ich einen Assistenten und mir ein Auto gekauft. Das war ein kleiner Kampf mit dem Integrationsamt, mein O-TON: „Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten. Entweder sie unterstützen mich und übernehmen die Kosten für meinen Assistenten oder ich muss das Gewerbe abmelden“, das ist die Art, wie ich denke. Kompromisse immer gerne, aber auch eine klare Haltung und Tragen von Konsequenzen. Für mich ging die Geschichte zunächst gut aus.
2003 zogen wir spontan ein halbes Stockwerk tiefer in eine größere Wohnung um, so hatte ich auch ein eigenes Büro. Unsere Freundin Nuray zog in unsere Wohnung, das war eine tolle Zeit, die Zwei Zimmer wurden für uns einfach zu klein. Der Umzug kam relativ spontan, weil wir zufällig durch die Wohnungstür hörten, dass Mitbewohner ausziehen würden und wir nutzten diese Chance. von meinem Cousin Carsten übernahm ich zuvor sein Leasingfahrzeug, einen schwarzen, spritzigen Fiat Seicento Sporting. Dieser wurde aufgrund der Auftragslage schnell zu klein. In Bensheim erlitt er einen Blechschaden und so musste die Fahrertür getauscht werden. Hier war ich auch wieder für eine Überraschung gut, so standen Kolja und ich beim Fiat-Händler und gaben das Fahrzeug ab und schauten uns um. Ein dunkelblauer Fiat Dobló Malibu stich mir ins Auge und weil wir Ersatz brauchten, konnten wir einen mit Kastenaufsatz probe fahren, aber mit einfachster Ausstattung. Den Dobló gab es seinerzeit für Privat- und Geschäftsleute. Als wir das nächste Mal im Laden standen, meinte ich spontan zum Verkäufer: „Der Preis, 19.440 Euro gilt für das Fahrzeug?“ – „Ja“, entgegnete er mir. „Dann machen sie mal den Kaufvertrag fertig, ich bräuchte dann aber noch ein Navigationssystem und Handy-Halterung für Siemens, und ein Finanzierungsangebot benötige ich außerdem.“ – „Du kannst doch nicht jetzt einfach so ein Auto kaufen!“ Doch, ich konnte und etwas gehandelt habe ich auch. Den Seicento gaben wir in Zahlung, der Rest wurde finanziert und nach einigen Wochen stand der Vorführwagen auf meinem Parkplatz. Einige Anfangsschwierigkeiten sorgten für einige Überraschungen, so war eine Sicherung zu schwach dimensioniert und fiel bei der Zentralverriegelung aus, der Drehzahlmesser war nicht korrekt ans Navigationsgerät von VDO Dayton angeschlossen und irgendwann standen wir mit einem dampfenden Auto mitten in Marburg, weil eine Dose für den Überdruck einen Haarriss hatte und ein Ersatzteil für die Seitenverkleidung brauchte ich auch. Abgesehen von den Kleinigkeiten war der Wagen klasse und hat viele Touren mit uns durchgestanden – von Ostfriesland bis an den Bodensee. Gelohnt hat sich der Kauf allemal, denn wir konnten nun die größere Auftragslage mit mehr Geräten mit weniger Fahrten abwickeln. In den zwei Jahren fuhren wir knapp über 42.000 km mit dem Fahrzeug, das hat mich doch überrascht. Die Seitenscheibe hat man uns auch eingeschlagen und ein Vorlesesystem aus dem Fahrzeug geklaut – dumm gelaufen.
Zu dieser Zeit wurden auch Braillezeilen und Screenreader von den Krankenkassen bewilligt, obgleich sich eine Kasse dagegen zur Wehr setzen wollte. In zwei Gerichtsverfahren vor dem Landessozialgericht Mainz stand ich daher als Sachverständiger vor dem Sozialrichter. Ich hatte mir in der Branche einen guten Ruf erarbeitet und war somit gefragt, allerdings beauftragt von der Krankenkasse. Einmal ging es um die Frage, ob bei der Nutzung einer Braillezeile in der Küche beim Backen die Belastung erheblicher als der Nutzen wäre, dies konnte ich nur mit einem Ja beantworten. Im anderen Fall ging es um die Frage, ob eine Sprachausgabe eines Vorlesegeräts einen anderen Text als die Braillezeile anzeigen würde. Weil beide Ausgaben dieselben Informationen von der Texterkennung erhalten, konnte ich auch dies nur wahrheitsgemäß mit einem Ja beantworten. Das brachte mir trotz ausführlicher Erklärung nur Häme in der Blindenszene ein, als Nestbeschmutzer wurde ich betitelt von Leuten, die offenbar die Urteile weder gelesen noch inhaltlich verstanden haben. Schade eigentlich, den Begriff Shitstorm gab es noch nicht. Umso erstaunter war ich, als ich rund 20 Jahre später wieder mit diesem Vorgang konfrontiert wurde, manche lernen eben nichts dazu. Aber das war mir früher schon egal, ich kann mich erklären und mache dies auch wiederholt, aber ab irgendeinem Punkt nützt es nichts und spielt für mich dann auch keine Rolle mehr. Ich habe mich damals wie stets und ständig an Fakten orientiert, einfach sagen was ist, ohne die Dinge zu beschönigen. Das ist manchmal unbequem und was wir heute im Umgang miteinander lernen, gab es damals in ganz konzentrischer Form natürlich genauso.
Im Fall mit dem Vorlesegerät schlug das noch ganz andere Wellen. Das Gerät eines Mitbewerbers war im Gegensatz zur LISA von Deininger nicht in der Lage, eine farbige Gehaltsabrechnung zu lesen, das Dokument wurde als leere Seite angesagt. Direkt nach der Urteilsverkündung erhielt der Hersteller die Kündigung des Liefervertrags gefaxt. Für uns bedeutete dies eine größere Nachfrage und mehr Aufträge, denn es gab weitere Kündigungen, die von der mobilen Hilfsmittelzentrale Deininger GmbH teils abgefangen werden konnten. Die Auftragslage nahm zu und das neue Fahrzeug zahlte sich aus, oder eigentlich nicht so ganz. Problem waren viele Kilometer und Wiedereinsätze, die einfach nicht genug abgeworfen haben. Ich fuhr zwar keine Verluste ein, aber es war im Ergebnis eine Nullrechnung. Der Bruch nicht nur deshalb kam 2005, persönliche Differenzen und ein Missverständnis, worüber wir heute lachen, damals jedoch nicht, führten dann zu BLINtec, der neuen Marktausrichtung. Weg von Deininger, hin zu Smartphones und Mobile Speak, die Arbeit mit Code Factory begann indirekt schon etwas früher.
Von Marburg nach Fronhausen
Wir wollten eigentlich ein Haus in Marburg kaufen, das hätte preislich auch gepasst, aber es gab nur Bauplätze und das war uns dann doch etwas zu heikel. Eine interessante Erfahrung machten wir bei einem spontanen Besuch in der Marburger Filiale von Wüstenrot. Kurz davor waren wir in der Nähe beim Mieterbund, weil es mit der Nebenkostenabrechnung Probleme gab und wir dadurch motiviert waren, zumindest nach Alternativen zu suchen. Wir hatten dort zufällig einen Bausparvertrag und wollten eigentlich nur grundsätzlich mal abklopfen, ob wir uns ein Haus überhaupt leisten könnten. Wir schilderten unsere Situation und vorausschauend fragte ich: „Vermutlich ist meine Frage etwas naiv, aber sind die genannten Zinssätze eigentlich günstig? “ – „Aber Herr Merk, ich habe gestern mit einem Kollegen bei BHW gesprochen der meinte, an eure super Konditionen kommen wir nicht ran“. Ich wusste was Journalisten in solch einem Fall tun würden, einfach mal anrufen und nachfragen. Der Herr war bei BHW erstens namentlich nicht bekannt und zweitens konnte mir der Kollege bei der Finannzierungssumme aus dem Stehgreif einen deutlich niedrigeren Zinssatz nennen. Die Folge war die Kündigung der Verträge bei Wüstenrot und der Deal lief am Ende mit der Sparkasse Marburg-Biedenkopf. Die Deutsche Bank wollte auch nicht und hat uns das Vorhaben madig gemacht und ein anderes Immobilienunternehmen machte mir den Mund wässrig und lud uns ein um uns zu sagen, wir könnten uns niemals ein Haus leisten. Als dieses Unternehmen mir Ende 2005 nach dem Umzug eine Mail schickte, bedankte ich mich höflich und dass es inzwischen Unternehmen gab, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben, es gäbe also keinen Bedarf mehr.
Mitte 2005 kauften wir ein Haus und verzogen nach Fronhausen. Es war ein Rohbau und so konnten wir noch Einfluss auf einige Gewerke nehmen. Das Unternehmen nahm ich mit und baute es zum regionalen Computerservice aus. Den Umzug bekamen wir sogar vom Integrationsamt bezahlt, weil sich der Arbeitsweg meiner Frau deutlich verkürzte. Von der Marbach zum Bahnhof über Gießen ins Schiffenberger Tal dauert doch etwas länger als von Fronhausen aus. Der Eintritt in den damaligen Gewerbeverein verhalf mir zu Kontakten, die bis heute noch größtenteils bestehen. Mit der Zeit kamen andere Aufgaben dazu, die Arbeit im Dunkelkaufhaus etwa zwischen 2008 und 2014, Audioproduktion und journalistische Arbeiten seit 2007 mit dem Podcast und das, was bis heute bekannt ist. Einschließlich die Entdeckung für AMAZONA durch Peter Grandl, der somit auch indirekt für den Fortbestand und die Veränderung von merkst.de verantwortlich zeichnet.
In den über 20 Jahren in Fronhausen ist viel passiert. 2011 wurde unsere Tochter Johanna geboren, 2013 hatte ich eine Sprunggelenksfraktur und weitere Gott si Dank überstandene Krankheitsfälle in der Familie kamen hinzu. Der Gewerbeverein musste von mir aufgelöst werden, zwischen 2022 und 2024 wurde ich zum stellvertretenden Schiedsmann für Fronhausen ernannt worden und man hätte mich gerne im Kirchenvorstand und in der Politik gesehen. Dies hatte ich zwar ernsthaft überlegt, aber dafür bin ich einfach zu eigen und mag mich nicht festlegen. Die wohl bislang schwerste Geschichte ist die Resektion meines Gehirntumors – ein gutartiges Meningeom, der sich um 35 Jahre rechts an der Hirnhaut befand und Anfang 2024 operativ entfernt werden musste. Diese Raumforderung wurde eher zufällig entdeckt, als ich motorisch zeitweise stark eingeschränkt war. Direkt nach der Operation am 19. Januar 2024 war alles wiederhergestellt und nach einer turbulenten Zeit im Krankenhaus dauerte es etwas, bis ich wieder genesen war. Das nutzte ich direkt für neuen Content, nämlich die Bestrahlung am Marburger Ionenstrahltherapiezentrum. Eine jährliche MRT-Kontrolle ist aktuell das, was übrig geblieben ist, einschließlich einiger durch die Bestrahlung zerstörten Haarwurzeln. Das Meningeom wurde abschließend als Grad I und somit langsam wachsend bestätigt.
Mein Glaube
Die folgenden Abschnitte sind Zusammenfassungen einzelner Artikel, die aber auch zu mir und meinem Leben gehören, angefangen mit meinem Glauben. Seit meiner Geburt war ich katholisch und entsprechend im katholischen Religionsunterricht, erhielt 1985 in Hannover die Kommunion und 1991 wurde ich in Blomberg gefirmt. Ich habe meinen Glauben zwar nie hinterfragt, gleichwohl die damit verbundenen Geschichten und Erklärungen. Je älter ich wurde, traten Zweifel auf und ich besuchte in Marburg fast ausschließlich den Ethik-Unterricht. Die dort durchgenommenen Themen, z. B. andere Religionen, philosophische Inhalte und auch Ansichten, prägten meine Einstellung zu Gott und der „weltlichen“ Kirche. Folglich fühlte ich mich aus vielerlei Gründen in der katholischen Gemeinde nicht mehr wohl, fast wie fehl am Platze und suchte nach einer Alternative. Für mich war klar, dass ich nicht konfessionslos bleiben will und beschäftigte mich schon lange mit dem Gedanken, etwas zu verändern. Im Februar 2000 verließ ich die katholische Kirche, um einen Monat darauf in die evangelische einzutreten. in dieser Zeit dachte ich besonders intensiv über das Leben und Kirchen nach, befeuert durch die damals schon kritischen Berichte über die katholische Kirche – ich wollte nun Taten folgen lassen. Die Philosophie der evangelischen Kirhc e spricht mich deutlich mehr an und ich sehe es als konsequenten und richtigen Schritt. Die Tatsache, dass mir Sabine (siehe oben) anbot, die Patenschaft für ihren Sohn Christian zu übernehmen, war ein nicht unwesentlicher Entscheidungsgrund. Außerdem ist Liane von Hause aus evangelisch, obgleich sie mich nicht zu diesem Schritt bewogen hat, dieser kam auch für sie recht überraschend. Geheiratet haben iwr übrigens 2002, aber nicht kirchlich, Sabine ist übrigens eine der Paten unserer Tochter.
Die theologische Frage, ob es denn einen Gott geben kann, beantworte ich mit einem klaren Ja. Dies kann ich auch ruhigen Gewissens, obgleich mein Leben nicht außergewöhnlich christlich verläuft. Aber bedenkt man der vielen „Zufälle“, inclusive der Evolution und biologischen Entwicklung der Menschheit, so ist ein Zufall nahezu schon zu zufällig. Denn warum sollte nur der Mensch in der Lage sein, sich zu einem „frei denkenden“ Wesen zu entwickeln, wobei es doch noch zahlreicher andere intelligente Lebewesen gibt? – Diese Frage ist sehr komplex, aber sie beinhaltet ein Fundament, welches das Leben lebenswert macht. Ich sehe es als meine Lebensaufgabe an, anderen Menschen zu helfen, ihnen bei ihren Schwierigkeiten zur Seite zu stehen und dies nicht aus Eigennutz. Meine Philosophie ist, dass alles erlaubt ist, solange es nicht gegen den Willen eines anderen Lebewesens geht, diese Regel halte ich für essentiell. Gerade in den aktuell rauen Zeiten sollte doch allen klar sein: Gewalt gegen Niemanden, Gleichbehandlung und jeden Menschen als Einzigartig zu betrachten, den Tag zu beginnen, als sei es der erste und ihn so zu leben, als sei es der letzte. Es könnte eigentlich so einfach sein.
Meine Heimat
Hat man mich in den 90er Jahren gefragt, ob ich in Marburg wohne habe ich geantwortet, dass ich hier lebe, ich jedoch in Hannover wohne. Ich habe da stets unterschieden, aber viele Umstände haben meine anfängliche Sicht verändert. Während Liane aus Ströhen bei Wagenfeld stammt und ich aus Hannover und Munster, war für mich klar, dass wir irgendwann wieder in den Norden ziehen würden. Doch der Hauskauf hat alles verändert und so muss ich mich mit Hessen arrangieren und das ist nicht immer ganz so einfach, so musste ich mich mit der hiesigen Mentalität auseinandersetzen. Das gelingt mir immer besser, von daher würde ich das heute nicht mehr ganz so krass ausdrücken. Ich bin Niedersachse und mache in Hessen Entwicklungshilfe, das gefällt mir besser. Wobei das auch geflunkert ist, denn mein Vater ist in Essen-Kupferdreh geboren, meine Mutter in Maspe, also beide Westfalen, wobei die Vorfahren meiner Eltern teils aus Preußen bzw. Schwaben stammen. Somit bin ich zwar in Norddeutschland geboren, tendenziell aber wohl genetisch keiner.
Trotzdem hängt mein Herz in Hannover. Das größte Schützenfest der Welt, der Heide Park in Soltau, den es bei meiner Geburt noch nicht gab, den ich aber von Klein auf seit den ersten Tagen kenne, mein Onkel, der in Soltau lebt und mit einem der Geschäftsführer befreundet ist, da sind inklusive Lianes Familie die Wurzeln schon nicht hier. Es ist gerade mit einem Kind nicht immer leicht, wenn es keine Oma odre Opa, Tante oder Onkel in der Nähe gibt. Glücklicherweise sind wir hier gut vernetzt und kommen zurecht, von daher ist Fronhausen inzwischen schon so etwas wie Heimat geworden – wenn auch nicht ganz freiwillig.
Meine Interessen
Fragt man mich nach meinen Hobbys, kann das Gespräch aufgrund vielseitiger Interessen ziemlich lang werden. Bei Interviews muss ich mir angewöhnen zu fragen, welche Themenschwerpunkte interessant sind, das sieht man vermutlich an diesem langen Text. Natürlich zählt alles mit Akustik dazu, Instrumente, Synthesizer, Studiotechnik und alles was dazu gehört. Die Computer sind eher Mittel zum Zweck, früher viel gebastelt ist das weniger geworden und langweilt mich auch etwas. Sie sind Werkzeuge, aber für mich nicht wirklich inhaltsreich. Medien schon eher, Platten, CDs und Kassetten, nichts kann ich entsorgen. Bei DVDs muss ich mal ran, weil der Platz langsam begrenzt ist.
Es gibt vieles im Bereich der Technik, was mich interessiert. Es wäre wohl einfacher zu beschreiben, was mich nicht interessiert. Mit vier Jahren stand ich in der Kneipe meines Opas am Spielautomaten, mein Onkel Marius arbeitete seinerzeit in einer Filiale der Gauselmann-Gruppe in Holzminden, so dass die piepsenden und blinkenden Kisten irgendwie zu meiner DNA zählen. Ich war nie süchtig, um Geld spielen war für mich nicht notwendig, aber die rein elektromechanischen Kisten waren schon spannend. Als Kleinkind hatte ich vor den Ungetümen aber durchaus etwas Angst. Aber in der Lönsklause meines Opers war das nicht so, während die lustigen Holzhackerbub’n von Heino aus der Musikbox klangen. Bei Currywurst und Pommes war auch hier die Technik immer nah.
Blinken und Blitzen, was sicher an meiner Sehbehinderung begründet liegt, führte mich bis heute immer wieder auf Volksfeste. Fliegende Bauten sind einfach grandios und faszinierend. Gleichwohl die Funktechnik, das habe ich an anderer Stelle ausgeführt. Auch sie ist Teil meiner Interessen und die ebenfalls beschriebene Liebe zur Musik. Technik fasziniert, ohne Kompromisse. Wer sich auf merkst.de tummelt, wird das nachvollziehen können.
Ich habe mich überall reingefuchst, HiFi, Studiotechnik, Computer, Sammelleidenschaft für Medien, Musik und Synthesizer, das alles ist geblieben. Immer wieder mit anderem Schwerpunkt, aber genau wie der Amateurfunk irgendwo eine Konstante. Früher mochte ich vorwiegend ältere Technik, das hat sich geändert. Die Zeit bleibt nicht stehen und heute würden mich ältere Instrumente oder Synthesizer, HiFi oder Funkelektronik nicht mehr reizen. Eine Zeit lang habe ich mich mit Simulation von Homecomputern und Spielautomaten befasst, so konnte man die Vergangenheit in die Gegenwart holen. Heute ist das etwas schwächer ausgeprägt, wirklich spielen mag ich heute weniger. Bei Musik sind es die Barrieren, die mich oft bremsen, aber ich gebe nicht mehr auf. Das habe ich Ende der 1990er und glücklicherweise den Drive durch AMAZONA.de wiedergefunden.
1998 kam der Amateurfunk hinzu, allerdings vergleichsweise untergeordnet. HiFi war für mich auch ein wichtiges Thema und ich habe viel mit High-End experimentiert. Die Quintessenz ist allerdings anders als erwartet ausgegangen, heute kann mich HiFi nicht mehr beeindrucken. Die Märchen von teuren Kabeln und Steckdosenleisten, Gerätefüße oder was auch immer erzeugen bei mir keine Wirkkung. Aktuell ist noch ein AHP Klangmodul im Sicherungskasten verbaut und eine dedizierte Leitung für die Anlage, mein Schwiegervater hat mich als Elektroinstallateur schmunzelnd bei der Installation unterstützt. Daran hängt jetzt die Kurzwelle und wer sich über meine klaren Signale wundert, wird die Antwort bestimmt im Klangmodul finden, bsonders bei cw sind die Morsetöne besonders seidig und obertonarm. Spaß beiseite, ich habe so viel Scharlatanerie gelesen, mich mit Experten der Pseudo-Wissenschaft HiFi ausgetauscht, gleichwohl aber auch mit Ingenieuren der Elektrotechnik und Funkamateuren. Da wird doch einiges entzaubert, was ich rückblickend nicht mehr machen würde. Beispielsweise für ein unsymmetrisches Cinch-Kabel über 350 Euro ausgeben, vollkommen nutzlos. Nur ohne dies getan zu haben, wäre ich nicht um diese Erfahrung reicher. Bei Plattenspielern bin ich etwas anders, so kaufte ich mir Mitte 2001 einen Denon DP-900. Schickes Holz, schwer und solide. Das klingt nicht unbedingt besser, steigert aber das haptische Erlebnis, denn Platten hört man nicht, es ist eine emotionale Erfahrung. Diese allerdings braucht keine sündhaft teure Hardware, denn die Schallplatte ist physikalisch begrenzt und die Digitaltechnik hat sie unlängst im Auflösungsverhalten überholt.
Heimkino war auch ein wichtiger Punkt meiner Erfahrungen, drei dicke Endstufen und fünf Lautsprecher, damals noch Dolby Pro-Logic (analog) und hin zu einem Yamaha DSP-A1 dts-Vollverstärker. Nur bin und war ich nie der Filmschauer und verkleinerte mein System Anfang der Nullerjahre auf Stereo. Heute bräuchte ich kein Heimkinosystem mehr, Soundbars gab es damals noch nicht.
Das Musikmachen ist nach wie vor eine Leidenschaft, früher in Keyboard-Form, nun mit kleinem Studio-Equipment. Ein kleiner Sequenzer, Synthesizer und Masterkeyboard, das reichte damals um glücklich zu sein, heute sind es neben viel Software auch Synthesizer in Kompaktform. Telekommunikation, aber auch Natur, Städte, Gesellschaftsthemen und inzwischen auch Politik würde ich nicht als Hobby bezeichnen, aber stetes Interesse. Ich mag tiefgründige Gespräche in die ich mit Empathie hineingehe. Das findet sich auch in meinen Podcasts wider und den vielen Interviews. Menschen, Themen und das Interesse am Gegenüber sind wichtig für mich, so auch die Begeisterungsfähigkeit.
Gästebuch
Abschließend folgt eine Rekonstruktion der verschiedenen Gästebücher. E-Mail-Adressen und Webseiten wurden entfernt, die Datums- und Zeitangaben können aufgrund der Gästebuchumzüge abweichen.
Wolfgang Hoffmann schrieb am 24. Dezember 1998 um 01:43 Uhr:
Die besten Wünsche zum Weihnachtsfest Dir und Deinen Eltern von W. Hoffmann, Hannover PS. Auf der ersten Seite ist das große grüne B in HBM auf blauem Untergrund nicht oder kaum zu sehen!Wolfgang Hoffmann schrieb am 26. Dezember 1998 um 01:53 Uhr:
Hallo Stephan! Eben erhielt ich die Meldung, daß Deine Mailbox voll ist. Also Hole Deine Mails ab und lösche dann die Mails. Gruß Wolfgang HoffmannTanja Schmidt schrieb am 08. April 1999 um 21:00 Uhr:
Hallo Stephan!!! Du bist furchtbar liebToni schrieb am 10. Dezember 1999 um 12:52 Uhr:
Tach Stephan, alte Socke! Hoffe doch, dass Du mal wieder nach Hannover kommst…deine Tante schrieb am 30. Dezember 1999 um 22:54 Uhr:
Hallo Stephan! Bin beim surfen auf deine Website gestossen Klasse!!! Viele Grüsse aus Hollandknapp, reini und silvia schrieb am 11. April 2000 um 20:38 Uhr:
hallo stephan,deine homepage ist ja vom allerfeinstenRainer schrieb am 23. April 2000 um 20:07 Uhr:
Hallo Stefan, der Link zu Den Infos über das Lesesystem funktioniert leider nicht. Hätte mich interessiert. Gruß RainerFelix schrieb am 28. Juli 2000 um 11:27 Uhr:
Tolle Site; allerdings weiß ich jetzt, wieso Du nie zum Studieren kommst.Tina Schlottmann schrieb am 31. Juli 2000 um 20:31 Uhr:
hallo schwager!Ich hab dich ganz doll lieb!CIAU AND HDGDL TINA SCHLOTTMANNGeorge Malinger schrieb am 14. Oktober 2000 um 19:27 Uhr:
Vielen Dank!Dana schrieb am 05. Dezember 2000 um 23:41 Uhr:
Na! Da war ich doch auf Deiner Homepage…. und dachte mir…. ich schreib mal was in Dein Buch!Markus Busche schrieb am 08. April 2001 um 14:19 Uhr:
Hallo Stephan! Ich hab’s endlich mal geschafft, mir deine Seite genauer anzusehen. Und bei der Gelegenheit wollte ich mich doch auch mal in deinem Gästebuch verewigen… Viele Grüße an dich und an alle, die sich sonst noch hierher verirren!Horst Abraham schrieb am 20. Mai 2001 um 17:06 Uhr:
Eine nette Bemühung! Allerdings erscheinen die Seiten recht uneinheitlich (mit MS IE), und ist die Textformatierung z. T. etwas seltsam. Manche Seiten sind offenbar physisch so formatiert, daß man mit dem Browser Schriften nicht vergrößern kann – sehr schlecht für Sehbehinderte. Also bitte noch etwas nacharbeiten! Schönen Gruß!Wolfgang Hoffmann schrieb am 20. Mai 2001 um 23:18 Uhr:
Hallo Stephan! Schön, dass ich wieder einmal etwas von Dir gehört habe. Die Index-Seite Deiner homepage gefällt mir. Leider sind meine Programmierungskünste bisher nicht so weit gediehen. Gruß, W. HoffmannCarsten Albrecht schrieb am 21. Mai 2001 um 06:01 Uhr:
Hallo aus Hamburg! Interessante und recht übersichtliche Page. Allein das neu geöffnete Browserfenster mit der Werbung für FreeCity nervt auf die Dauer. Das schreckt ab, die Page öfter aufzurufen.Peter Hutter schrieb am 25. Juni 2001 um 19:50 Uhr:
Hallo Stephan, auch von mir viele Grüsse. Für mich als nicht Sehbehinderten informativ. Ich wünsche Dir bei Deinen Bemühungen weiterhin vile Fortune. PeterUwe Böhnke schrieb am 08. August 2001 um 23:50 Uhr:
Hallo Stephan, ich hoffe, dass ich nicht auch eines Tages blind werde. Ohne Brille bin ich’s ja schon (-17,25 Dioptrien). Deine Homepage finde ich sehr übersichtlich, sehr gut gestaltet und sehr informativ !Gunja schrieb am 29. September 2001 um 14:00 Uhr:
Hallo Mensch Deine “ Biografie“ ist ja toll und interesannt zu lesen. Ich habe Deine HP durch zufall über Ebay entdeckt. Und ich habe alles gelesen, wirklich nett gemacht. Wünsche Dir und Deiner Freundin alles gute. GunjaMani Chaar schrieb am 21. Oktober 2001 um 13:53 Uhr:
Schon Bunt hier. Weiter so!!! Mani.Gerd Wagner schrieb am 22. Dezember 2001 um 10:54 Uhr:
Hallo hallo Stephan! Wär ja mal ganz schön, wenn Deine eMail-Adresse keine Errors erzeugen würde :-(. GerdMartin Pfaff schrieb am 29. Dezember 2001 um 00:35 Uhr:
Hallo Stephan, wird mal wieder Zeit zu einem Treff auf Band oder beim Bier. Viele Grüße. MartinEmily schrieb am 21. Oktober 2002 um 19:24 Uhr:
Hallo, da habe ich ja doch noch ein Gästebuch gefunden um mich zu verewigen. Ist echt klasse die Seite. Mach weiter so !!! Lieber Gruß EmilyMatze schrieb am 12. Dezember 2002 um 17:07 Uhr:
Hi Stephan! Schöne Seite hast du da entworfen! Würde mich auf Gegenbesuch auf meine Page freuen! Bis denne! MFG MatzeMartin aus Brandenburg schrieb am 01. Mai 2003 um 23:18 Uhr:
Hallo Stefan ! Echt nette Seite die Du hier erstellt hast ! Auf jeden Fall gehen von hier aus viele liebe Grüße von meiner an Deine Adresse ! MfG MartinBüffel schrieb am 12. Juli 2003 um 14:05 Uhr:
Das ist eine nette und in bestimmten Bereichen gewiß hilfreiche Seite Stefan. Also mach weiter so! Und während du dich um die wichtigen Seiten des Lebens kümmerst, macht der Büffel weiter mit seinem Programm nach dem Motto: Quatsch und Matsch mitten im Ernst lockern das Leben auf und machen es leichter.Tina schrieb am 14. Juli 2003 um 23:03 Uhr:
Hallo, kompliment für Deine Seite. Ich selber bin auch sehhbehindert und habe auch eine Homepage. Nur leider ist sie für Blinde nicht so gut navigierbar! Kannst ja trotzdem mal vorbeischauen und einen Gruss hinterlassen. TinaGaby schrieb am 10. September 2003 um 15:44 Uhr:
Hi Stephan, hab mir mal deine HP durchgelesen. Muß ja mal was anderes machen als nur Folien :-). Finde deine Page echt gut gelungen – und kann nur sagen es spiegelt dich richtig gut wieder – so wie dich bisher kennen gelernt habe. Einer von uns mußte sich ja mal auch in deinem Gästebuch verewigen, da du´s ja bei uns auch gemacht hast und Carsten hat das wohl voll verpeilt. Naja, die Verlobte ist ja auch noch da. Na dann take care and have fun ciao Gaby Hese.René schrieb am 20. November 2003 um 21:49 Uhr:
Hi Steffan, echt ne tolle Seite, die du hier auf die Beine gestellt hast. Mach weiter so. Habe die Seite über eine Mailingliste gefunden. Kannst ja mal meine besuchen, wenn du möchtest. http://www.renefr.de.sr Schöne Grüße aus ChemnitzHeinz schrieb am 25. Dezember 2003 um 23:51 Uhr:
hallo stephan,, du bist der einzige, der noch treiber zur metabox500 hat. ich probiere es mal damit. vielen dank h e i n znicht die lana schrieb am 18. Mai 2004 um 14:18 Uhr:
Hallo Stephan & Liane, wollte einfach mal einen netten und lieben Gruss hinterlassen. Gruss (nicht die) LanaSilke Wagner schrieb am 05. August 2004 um 18:47 Uhr:
Hallo Stephan! Deine Seite ist dir echt super gelungen. Hätt‘ ich auch nicht anders erwartet. 🙂 Über einen Gegenbesuch auf http://www.meinportal.de.vu würde ich mich freuen. Viele Grüße aus dem Saarland Von SilkeAlex Cornelius schrieb am 05. September 2004 um 13:42 Uhr:
Hallo aus Köln, sehr gute und interessante Seite. Tolle Musikstücke. Gruß Alex CorneliusMichael Haaga schrieb am 02. Dezember 2004 um 17:33 Uhr:
Das ist wirklich einmal wieder eine tolle Homepage. Ich habe mir vor Allem den kompletten privaten Bereich durchgelesen und ich muss sagen, du bist ein sehr interessanter Mensch!Stefan Deininger schrieb am 30. Januar 2005 um 17:37 Uhr:
Hi Stephan, schön, dein neuer Webauftritt. Hat was. Viele Grüße StefanPeter Hutter schrieb am 06. September 2006 um 10:23 Uhr:
Hallo Stephan, ich wünsche Dir alles Gute mit Deiner Page. MfG Peter HutterSternchen schrieb am 19. Oktober 2006 um 21:49 Uhr:
Hallo Knuffi! Ich finde Deine Homepage super… super aufgebaut… viele schöne Berichte über Dein Leben… da stimmt einfach alles… Ich bin beeindruckt! Mach weiter so! Alles Liebe Dein SternchenAnni schrieb am 28. Dezember 2006 um 11:49 Uhr:
hi steffi…. wie geht´s auf neuen bild seh ich wenigstens besser aus wie auf dem alten! viel spass noch deine anni HDGDLMike schrieb am 21. März 2007 um 19:23 Uhr:
super deine seiten. macht richtig spaß darauf rumzusurfen.Gerhard Jaworek schrieb am 01. November 2007 um 23:57 Uhr:
Deine Homepage ist klasse und sehr hilfreich.


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