Test: Apple AirPods, AirPods 2 und AirPods Pro, welches sind die Besten?

Letzte Aktualisierung am 26. Juni 2021

Seit einigen Jahren bietet Apple kabellose True-Wireless-ohrhörer an, die sich drahtlos nicht nur mit iPod, iPhone, iPad und Mac verbinden lassen. Besonders mit der Apple Watch sind sie besser als jeder Walkman, weil flexibel und ergonomisch. Die erste AirPods-Generation wurde inzwischen runderneuert, bietet mit Bluetooth 5 und dem H1-Chip mehr Komfort und reagiert auf “Hey Siri”, reagiert aber auch insgesamt schneller. Die AirPods Pro sind hingegen Ohrkanal-Hörer und versprechen mehr Klangpotential, eingebaute Mikrofone vermessen das Ohr und leiten Außengeräusche direkt durch. Mit um 280 Euro bei Apple sind sie allerdings kein Schnäppchen, für derzeit 199 Euro Straßenpreis sieht das etwas anders aus. Immerhin kosten In-Ears namhafter Hersteller durchaus mehr und halten auch nicht länger. Die AirPods Max für über 600 Euro sind Over-Ears und verbinden traditionellen Kopfhörersound mit AirPods-Flexibilität. Durch Bluetooth lassen sich alle Modelle auch abseits der Apple-Welt verwenden, für Updates und Einstellungen wird jedoch ein iDevice im Optimalfall mit iOS 14 benötigt.

Ich nutzte die AirPods jetzt schon bald vier Jahre, die Akkus schwächeln inzwischen etwas und so war es Zeit für ein Upgrade. Die Umwelt freut das zwar nicht, aber realistisch betrachtet sind alle Bluetooth-Kopfhörer ohne Wechselakku früher oder später Sondermüll. Dabei halten die Akkus der EarPods heute noch gut eine Stunde und länger, während viele der von mir getesteten In-Ears insgesamt kein Jahr durchhielten. Bei 20 bis 30 Euro je Stück summiert sich das mit der Zeit und so kann man auch gleich etwas mehr investieren. Besonders mit dem iPhone lohnt sich das aufgrund der fehlenden Qualcomm aptX-Unterstützung, die wiederum günstige Headsetshäufig anbieten. Hochwertiges Audio gelingt bei Apple nur via AAC, so dass man auf diesen Codec achten sollte, andernfalls wird der stets schlechtere SBC-Codec ausgehandelt, eine Rückmeldung gibt es zwar nicht, zeigt sich allerdings in einer diffuseren Wiedergabe mit etwas weniger Hochtonanteil. Nicht nur deshalb macht man mit den AirPods alles richtig, denn im Apple-Universum ist auch der Wechsel zwischen den Geräten schnell und nahtlos möglich. Lediglich stellt sich die Frage, für welche man sich entscheiden soll und da setzt dieser Artikel an.

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EarPods, AirPods und AirPods 2. Generation

Schaut man sich die kabelgebundenen und kabellosen Modelle an, sieht man äußerlich kaum Unterschiede. Der Sitz von Ear- und AirPods ist gleich, bedingt durch das fehlende Kabel jedoch ohne Notwendigkeit einer Zugentlastung. Weil sie außen am Gehörgang anliegen, verschließen sie ihn nicht und Geräusche werden durchgelassen, im Prinzip ein halboffenes System. Der rückwärtige Schall des Treibers verlässt die EarPods über eine Reflexöffnung, so dass es sich faktisch um ein halboffenes System handelt. Zwar sitzt die ergonomische Form in vielen Ohren gut, aber nicht bei jedem und so ist die Basswirkung von der Form des Außenohres abhängig, bei mir klappt das ganz gut. Der lockere Sitz erschwert allerdings die Vorne-Ortung, man muss gelegentlich nachkorrigieren.

Apple AirPods 2 und AirPods Pro

Hatten manche Tester zu Anfang die Klangqualität der AirPods in den höchsten Tönen gelobt, änderte sich dies mit dem Erscheinen der AirPods Pro, die nun viel bahnbrechender sein sollten. Ganz ehrlich, die AirPods finde ich klanglich gut, aber weder perfekt, noch audiophil. Sie orientieren sich an den EarPods und dies mit eigenem Wandler, was man sich hier primär erkauft, sind Ergonomie und Komfort. Da war ich doch sehr gespannt, wie groß der Sprung zu den AirPods Pro tatsächlich ist. Soviel sei vorweg verraten, ich war doch etwas überrascht. Übrigens auch von der direkten Siri-Ansprache, der Assistent antwortet direkt mit unmittelbarem “Hm” oder “Mhm”, schon unheimlich. Allerdings ist sie nach wie vor das Schlusslicht digitaler Sprachassistenten, so kann dieser Effekt über manche Fehlinterpretationen leider nicht hinweg täuschen.

Verglichen mit der ersten Generation hat sich der Klangcharakter der neuen AirPods nicht verändert, dafür reagieren sie deutlich schneller und die Latenz ist kürzer. Der Bass geht zwar tief runter, durch das lockere Aufliegen verliert sich jedoch die Energie und es fehlt an Druck und Präzision. Außerdem sind Obertöne tiefer Frequenzen hörbar, das ist möglicherweise gewollt, um Bässe etwas mehr in den Fokus zu rücken. Musikalisch ist das zwar unproblematisch, erschwert aber die Abgrenzung im tiefen Frequenzspektrum und sorgt für eine gewisse Unschärfe, das fällt vor Allem bei komplexer Musik auf. Natürlich lassen sich die AirPods nicht mit ausgewachsenen Studiokopfhörern vergleichen, wohl aber begegneten mir schon deutlich günstigere Bluetooth-In-Ears, die etwas transparenter aufspielten. So kommt es auch im Präsenzbereich gelegentlich zu Überlagerungen und Details von organischen Instrumenten verlieren sich im Klangbrei. Das klingt etwas negativer als gemeint, denn ihr Fokus liegt schließlich im Alltagseinsatz. Nicht untypisch für In-Ears ist ein Boost bei 6 bis 8 kHz, der bei den AirPOds jedoch nicht so überzeichnet, als dass die Höhen kreischen würden. Hier zeigt sich ein weiteres Problem durch die nicht ganz direkte Abstrahlung ins Ohr, denn weil hohe Frequenzen mehr gerichtet sind, erreichen sie das Innenohr etwas indirekt, was wiederum zu Lasten der Auflösung geht. Diesen Umstand sollte man ebenfalls nicht überbewerten, denn für die Art der Konstruktion ist das Gebotene wie bei den EarPods gut gelungen. Wer diese mag, wird nichts an den AirPods aussetzen, sollte allerdings auch nicht viel mehr erwarten.

Ein weiterer Vorteil der AirPods liegt im deutlich geringerem Körperschall, wer mit In-Ears joggen geht, kennt dieses Phänomen. Wer hierauf empfindlich reagiert, hat bei den AirPods nichts zu befürchten. Man muss in der Regel auch nicht aufpassen, dass sie aus den Ohren fallen, zumindest bei mir gab es diesbezüglich keine Schwierigkeiten. Die Bedienung erfolgt über zweimaliges Tippen am Außengehäuse, alternativ kann man auch am Knorpel des Ohres klopfen. Die beiden Funktionen links und rechts können unterschiedlich belegt werden, das war bei der ersten Version ähnlich gelöst. Beispielsweise kann man links einen Titel vor und rechts einen Titel zurückspringen, den Rest erledigt man mit Siri. Auch das einseitige Tragen ist möglich, dann werden beide Kanäle auf den jeweiligen AirPod geroutet. Die Beamforming-Mikrofone sorgen für eine Geräuschreduktion und erhöhen die Sprachverständlichkeit, das kommt vor Allem Siri zu Gute, eine aktive Geräuschunterdrückung beim Musikhören bieten sie hingegen nicht. HD-Voice ist ebenso selbstverständlich, allerdings sitzen die Mikrofone naturgemäß etwas weiter vom Mund weg und so hört einen der Gesprächspartner etwas diffus.

Apple AirPods Ladecases

Während das Qi-Case für drahtloses Laden vorher optional erhältlich war, lässt es sich direkt mit den AirPods gegen einen Aufpreis erwerben. Je nach Nutzung mag das attraktiv erscheinen, denn einzeln kostet es rund 80 Euro, ich hingegen finde es überflüssig. Außer, dass die LED zum Laden nicht mehr hinter der Klappe sondern auf der Vorderseite sitzt, gibt es ansonsten keine Unterschiede. Geladen wird es außerdem per Lightning, ein USB-A- auf Lightning-Kabel liegt bei, es lässt sich auch gut auf das iPhone-Dock aufstecken. Klappt man es direkt neben dem iPhone auf, erscheint ein Fenster mit der Einrichtung. Das Koppeln geht sehr schnell und sie sind nach dem Auspacken sofort betriebsbereit.

Apple spricht von 24 Stunden Betrieb, die sich allerdings aus fünf Stunden Musikhören und mehrmaligem Aufladen zusammensetzen, bei einseitiger Nutzung klappt das auch unterbrechungsfrei. Dabei sollen 15 Minuten Ladezeit für drei Stunden Musikhören reichen, bei vollem Akku konnten wir knapp zwei Stunden Podcast im Sprachbetrieb aufzeichnen. Das ist gemessen an der Größe schon ordentlich, aber man hat im Ergebnis drei Akkus, die gepflegt werden wollen. Hier beginnt auch schon das Problem, denn wenn man die AirPods nur eine kurze Zeit nutzt und wieder ins Case packt, leiden die Akkus spürbar. Bedenke ich meine Ladezyklen, ist es eher mein Nutzungsverhalten, was die Akkus verschlissen hat. Gleiches kennt man von DECT-Telefonen, denen es auch sehr gut tut, wenn sie mal neben der Ladestation liegen. Mit AppleCare lässt sich übrigens die einjährige Garantie auf zwei Jahre erweitern und so kann man kurz vor Ablauf mit einer kleinen Kostenbeteiligung noch neue Akkus bekommen, was sich durchaus lohnen kann. Im Ergebnis sind die neuen AirPods schon ein gutes Upgrade, auch wenn es für mein Befinden das drahtlose Case nicht zwingend braucht. Wer In-Ears nicht mag oder verträgt, findet am Markt nichts besseres.

AirPods Pro, Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Etwas anders sind die AirPods Pro gestaltet, die sich nicht nur optisch, sondern auch im Ladecase und dem mitgelieferten USB-C- auf Lightning-Kabel unterscheiden. Hat man keins, kann das schon die Kaufentscheidung rechtfertigen. Das Case ist etwas breiter, die AirPods Pro etwas knubbeliger und jeweils über ein Gramm schwerer. Die 3D-Audio-Funktion stand mir zunächst nicht zur Verfügung, weil die Firmware noch nicht auf v3 aktualisiert wurde. Das betraf beide AirPods und neben das iPhone legen löste das Problem, die Updates laufen im Hintergrund und können nicht manuell angestoßen werden. Wer sich also fragt, warum 3D-Audio nicht funktioniert, sollte unter den Bluetooth-Informationen nachschauen. Wird v2 angezeigt, kommt das Update nach einigen Stunden und das Feature steht zur Verfügung, zumindest wenn man iOS 14 nutzt, was ebenfalls vorausgesetzt wird.

Apple AirPods Pro Silikonaufsätze

Drei Paare weiße Silikonpassstücke in verschiedenen Größen liegen bei, von Drittanbietern wie Comply gibt es Alternativen, sofern die originalen nicht reichen. Der H1-Chip werkelt auch hier in jedem Ohrteil mit denselben Vorteilen und noch mehr, denn er passt sich kontinuierlich dem Ohr an, dazu dient das Mikrofon im Inneren. Das hat er mit modernen Hörgeräten gemeinsam und dies soll für eine bessere Klangabstimmung sorgen. Kann sein, muss aber nicht, denn ein A-B-Vergleich ist nicht vorgesehen. Hingegen ist 3D-Audio eine Funktion, die spannender kaum sein kann, orientiert sie sich doch mit ihren Lagesensoren am Zuspieler und erlaubt virtuellen Surround-Sound, so dass sich das Geschehen beim Kopfdrehen mit bewegt. Spatial Audio ist im Prinzip das, was Ambisonics auch ermöglicht, siehe meinen Test zum Zoom H3-VR Oder RODE NT-SF1. Allerdings müssen Anwendungen dieses Feature unterstützen, das tun neben der TV-App inzwischen einige. Damit ist es möglich, Filme und Musik räumlich mit einer virtuellen Mehrkanal-Anlage zu genießen. In der TV-App ist das schon sehr beeindruckend, denn nicht nur Kopfdrehungen, sondern auch Neigungen werden interpretiert und das iPad Mini 5 in meinem Fall wurde immer als Zentrum des Schauspiels interpretiert. Bei hektischen Bewegungen gab es bei der Kalibrierung zwar kurze Bedenkzeiten, aber in der Praxis wird man seine Position stets verändern. Um dies zu erreichen, werden virtuelle Rauminformationen mit einberechnet, denn die interauralen Reflexionen helfen uns bei der Ortung der jeweiligen Schallereignisse. Ärgerlich ist, dass die AirPods 2 mit H1-Chip und gleichen Sensoren selbst mit Version 3 kein immersives Audio erhalten, dies bleibt den AirPods Pro vorbehalten.

Screenshot Apple immersives Audio

Weiterhin bieten die AirPods Pro eine Akkuschonfunktion, die sich auch abschalten lässt und typischerweise nicht näher erläutert wird. Vermutlich verhindert sie das stetige Aufladen, wenn man die AirPods Pro nach kurzer Benutzung zurück in das Case schiebt. Während man bei den AirPods nur eine Geste je Ohrteil belegen kann, gibt es bei den AirPods Pro einige mehr. Ein oder mehrfaches Drücken aktiviert die Wiedergabe oder lässt Titel vor – und zurückspringen, ganz wie man es von der Kabelfernbedienung der EarPods kennt. Langes Drücken schaltet zwischen den drei Betriebsmodi Aus, ANC und Transparenz um, wahlweise lässt sich auch Siri belegen. Je Ohrteil schaltet man die Modi durch und kann sogar je Ohrteil verschiedene ausblenden. Die Betriebsarten werden durch eindeutige Tonsignale gekennzeichnet. Weil sie das Ohr im Gegensatz zu den Ear- und AirPods abdichten, machen die Modi Transparency und Active Noise Cancelling nnatürlich Sinn. Im Aus-Zustand sind die AirPods Pro ganz normal geschlossene In-Ears, während der Transparenzmodus die Außengeräusche nach Innen durchleitet. Das klingt zwar nicht ganz authentisch und der räumliche Eindruck ist etwas breiter als die Realität, was allerdings der Ausrichtung der Mikrofonkapseln geschuldet ist. Immerhin darf man nicht vergessen, dass unser Außenohr maßgeblich für die räumliche Bestimmung der Akustik verantwortlich ist. Normalsichtige Menschen werden damit weniger Schwierigkeiten haben als blinde, die gelernt haben, Richtungen und Entfernungen besser einzuschätzen. Die Unterschiede sind jedoch nicht so groß, als dass man sich mit den AirPods Pro nicht orientieren könnte. So ein Bisschen hat man das Prinzip vermutlich beim Sennheiser AMBEO Smart Headset abgeschaut, was im Direktvergleich noch eine Spur realistischer klingt, vor Allem bezogen auf die rückwärtige Ortung. Umso blöder ist es, dass man die Mikrofone der AirPods Pro nicht zum räumlichen Aufzeichnen verwenden kann. Im ANC-Modus sorgen sie für den gegenphasigen Schall, welcher der Musik und Stille beigemischt wird. Während dieser Effekt oft zu Klangeinbußen, Rauschen und bei manchen Menschen sogar für Beklommenheit sorgt, hat Apple das schon ganz gut hinbekommen. Dabei lassen sich tiefe Frequenzen zwar nicht filtern, aber im hörbaren Bereich wird schon extrem viel entfernt. Die AirPods Pro können damit sogar als Gehörschutz dienen, vor einem Küchenradio führte der Effekt beispielsweise dazu, dass das Gerät bei recht lauter Einstellung deutlich basslastiger klang, weil eben der Rest durch ANC gefiltert wurde. Nach dem Abschalten war das Radio sichtlich lauter und so bietet die aktive Geräuschunterdrückung einen klaren Mehrwert. Dafür ist die Akkulaufzeit mit maximal 4,5 Stunden etwas kürzer und in ruhiger Umgebung ist ein Grundrauschen je nach Modus hörbar. Dieses haben die AirPods auch, fällt jedoch durch den indirekten Sitz im Ohr aber deutlich weniger auf.

Screenshot Apple Audio-Test

Bei der Klangqualität hätte ich jedoch ob der vielen Lobeshymnen weitaus mehr erwartet. Mein Eindruck ist, dass es sich um den gleichen Treiber wie aus den AirPods handelt, der allerdings durch die geschlossene Konstruktion direkter und kontrollierter arbeitet. Die Bässe sind deutlich knackiger und präziser, logischerweise verlieren sie sich nicht im Raum. Auch die Höhen sind aufgrund der direkten Einstrahlung offener, trotzdem verbleibt der Boost wie bei den AirPods beschrieben in ähnlicher Ausprägung. Vergleiche ich die AirPods Pro mit den Fostex TM2 im ähnlichen Preisbereich, ist die Abstimmung von Apples Premium-In-Ears weniger gelungen. An die Präzision und Offenheit der TM2 reichen sie nicht ran, bis auf die Randbereiche und etwas mehr Detailgenauigkeit liegen sie von den AirPods der zweiten Generation nicht so weit entfernt. Auch hier zählt wieder, Komfort geht vor Klangqualität, denn schaut man sich die TM2 optisch an, werden alleine schon deshalb viele zu den AirPods Pro greifen. Trotzdem sind es absolut keine schlechten In-Ears, aber für 300 Euro bekommt man von anderen Herstellern einiges geboten, damit müssen sich DIE AirPods Pro schon messen lassen.

Während es bei vielen In-Ears immer ein Gefummel ist, die Ohrteile über die ins Ohr einzuführenden Zapfen zu schieben, hat Apple das Ganze wesentlich besser gelöst. Die Silikonteile sitzen recht sicher auf den AirPods Pro und verhindern konstruktionsbedingt, dass Ohrenschmalz und Ablagerungen bis in die im Übrigen wasserdichten AirPods Pro vordringen können. Die Silikonteile rasten in einem Ring ein und die Membran liegt nicht offen, was leider besonders bei günstigen In-Ears dazu führt, dass sich der Schallkanal zusetzen kann. Ich gehöre zu denjenigen, die mit In-Ears Probleme haben. Entweder drücken sie, halten nicht richtig oder ragen zu tief in den Gehörgang. Auch in diesem Punkt sind die AirPods Pro überraschend anders, wesentlich bequemer und vor Allem ohne Zapfen.

Fazit

Vier AirPod-Modelle bietet Apple an, wobei sich die günstigsten nur durch das Ladecase unterscheiden und die Vorgänger eher technisch als klanglich ablösen. Die AirPods Pro bieten durchaus Mehrwert, vor Allem bei einem Anschaffungswiderstand von um 200 Euro, so dass die Preisdifferenz durchaus zum Nachdenken anregt. Technisch sind sie bis auf den Chip anders, bieten mehr Komfort, sitzen dafür aber auch im Ohrkanal. Wem dies missfällt, kann auch zu den deutlich größeren AirPods Max greifen, die allerdings dreimal so viel kosten. Allen AirPods gemeinsam ist übrigens die Möglichkeit, zu zweit Musik oder Videos zu konsumieren, das geht auch zwischen AirPods und AirPods Pro. Nebenbei spricht für die AirPods Max, dass sie nur über einen Akku verfügen und somit einem geringeren Verschleiß ausgesetzt sind. Ein Kabel von Mini-Klinke auf Lightning ist allerdings optional.

Wenn man Apple häufig recht hohe Preise nachsagen kann, stimmt dies für die AirPods-Produktlinie nur bedingt. Die Straßenpreise sind akzeptabel, lediglich die AirPods Max etwas teuer, aber günstiger als manch Mitbewerber. Der Komfort vor Allem im Zusammenhang mit iDevices ist unschlagbar und weil günstige Produkte oft nur aptX und kein AAC unterstützen, bieten die AirPods eine garantiert gute Übertragung. Wer sich jedoch nicht am Kabel der EarPods stört, bekommt mit den günstigen AirPods keinen wirklichen Zugewinn, wohl aber mit den AirPods Pro und Max. Wie immer ist das alles eine Entscheidung der persönlichen Abwägung und des Geldbeutels, für die Musikproduktion eignen sich allenfalls die AirPods Pro und Max zumindest eingeschränkt. Die Garantie beträgt kurze ein Jahr, mit AppleCare kann man immerhin zwei kostenpflichtige Reparaturen anfordern, was kurz nach Ablauf der zwei Jahre noch zum Akkutausch berechtigt. Immerhin sind die aufgerufenen Preise im Vergleich zu manchem Zubehör noch realistisch.

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